Ein brennender Lastwagen beschäftigte Einsatzkräfte aus Iserlohn und Hagen in der Nacht zu Dienstag, 2. Juni. Aufgrund der Brandgase wurde die Bevölkerung über die Warn-App Nina informiert. Die Bergung gestaltet sich als schwierig.

Überregionale Nachrichten

Update 14.30 Uhr:

Auf Nachfrage von LokalDirekt teilt Christian Hoeper, Pressesprecher der Stadt Iserlohn, mit, dass die Brücke vermutlich bis zum Mittag des Mittwoch, 3. Juni, gesperrt bleibt. "Der Statiker war heute Mittag da, die optische Begehung war unauffällig, es folgen aber noch weitere Berechnungen, damit wir Gewissheit haben", erklärt er das weitere Vorgehen.

Sobald feststeht, dass es keine statischen Schäden an der Brücke gibt, muss diese noch gereinigt werden, ehe sie für den Verkehr fregegeben wird. Besser sieht es bei der Deutschen Bahn aus: Seit Mittag können wieder Züge über die Bahnstrecke zwischen Letmathe und Altena fahren. Die Strecke liegt unter der Brücke, ist jedoch von dem Brand nicht beschädigt worden.

Zudem wurden durch das Umweltamt des Märkischen Kreises und ein spezielles Entsorgungsunternehmen im Uferbereich der Lenne ausgelaufener Dieselkraftstoff und Löschschaum beseitigt. Eine Gefahr für die Natur bestand laut Hoeper jedoch nicht, hierbei handele es sich laut ihm um eine Routinemaßnahme.

Update 12.30 Uhr:

Die Bergung des Lkw gestaltet sich laut Lukas Borowski von der Pressestelle der Polizei als schwierig. "Es wurde ein Statiker angefordert, der die Brücke beurteilt", denn aufgrund der hohen Temperaturen des Brandes ist aktuell unklar, ob ein größerer, struktureller Schaden entstanden ist, erklärt er. Auch für die aktuell laufende Bergung ist das ein Hindernis, denn ein zusätzlicher Bergungs-Lkw bringt ein deutliches Mehrgewicht mit auf die Brücke.

Zudem sind das Fahrzeug und seine Ladung bei dem Brand "zusammengeschmolzen", weshalb der Stahlcoil nicht entladen werden kann. Aktuell laufen die Bergungsarbeiten auf der Brücke. Der Lkw-Fahrer blieb in der Nacht unverletzt. Er konnte sein Gespann rechtzeitig abstellen und sich in Sicherheit bringen, ehe die Flammen auf das Fahrerhaus übergriffen.

Originalmeldung 1.30 Uhr:

Der Lkw geriet am Montagabend, 1. Juni, gegen 22.30 Uhr auf der Brücke zwischen dem Stenglingser Weg und der Altenaer Straße/B236 in Brand. Die Brücke führt nahe der A46-Anschlussstelle Iserlohn-Oestrich über die Lenne sowie die Ruhr-Sieg-Bahnstrecke.

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Über dem Einsatzort stieg eine dichte, dunkle Rauchwolke in den Nachthimmel auf. Der Lastwagen, der ein Stahlcoil geladen hatte, brannte vollständig aus. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Feuer im Motorraum des Lkw ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich anschließend auf das Fahrerhaus und die Ladefläche aus. Um den Brand endgültig zu ersticken, setzte die Feuerwehr schließlich Löschschaum ein.

Bevölkerungswarnung mittels "Nina"

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Bereich Stenglingser Weg über die Warn-App „NINA“ gewarnt. Die Behörden informierten über mögliche Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag. Gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten nach Angaben der Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden. Auch die Bahnstrecke war zeitweise gesperrt.

Im Zuge des Feuers liefen rund 300 Liter Diesel aus dem Fahrzeug aus. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Kraftstoff in die Lenne gelangt war, wurden umfangreiche Gewässerschutzmaßnahmen eingeleitet. Die Feuerwehr Iserlohn richtete eine Ölsperre auf der Lenne ein. Zusätzlich wurde auch in Hagen-Hohenlimburg in Höhe des Rathauses eine weitere Ölsperre durch die Feuerwehr Hagen errichtet.

Die Brücke sowie der Autobahnzubringer blieben während der Löscharbeiten und der anschließenden Bergung des ausgebrannten Fahrzeugs gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.