Während Halver und Lüdenscheid entsprechende Regelungen getroffen haben, geht Schalksmühle einen anderen Weg: Eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen soll es in der Gemeinde vorerst nicht geben. Nach dem Fachausschuss lehnte nun auch der Hauptausschuss am Montag, 28. September, eine Änderung der der ordnungsbehördlichen Verordnung mehrheitlich ab.
Drei Ausschussmitglieder stimmten für die Einführung, sechs dagegen. Eine ausführliche Diskussion gab es im Hauptausschuss nicht mehr.
Bürgerin hatte Kastrationspflicht angeregt
Ausgangspunkt der Beratungen war die Anregung einer Bürgerin. Sie hatte auf die aus ihrer Sicht zunehmende unkontrollierte Vermehrung freilebender und freilaufender Katzen aufmerksam gemacht. Damit verbunden seien unter anderem Krankheiten, Unterernährung und eine fehlende medizinische Versorgung der Tiere. Auch die Tierheime würden durch die Aufnahme der Katzen zunehmend belastet.
Die Verwaltung hatte daraufhin vorgeschlagen, die ordnungsbehördliche Verordnung der Gemeinde zu ergänzen. Vorgesehen war eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen mit unkontrolliertem Freigang.
Nachbarkommunen haben bereits reagiert
In umliegenden Kommunen gibt es entsprechende Regelungen bereits. Halver hat eine Katzenschutzordnung erlassen, und auch in Lüdenscheid dürfen unkastrierte Katzen künftig nicht mehr unkontrollierten Freigang erhalten.
Eine kreisweite Regelung gibt es nicht. Ein Antrag auf Einführung einer Katzenschutzverordnung für den Märkischen Kreis war im März abgelehnt worden.
Für Schalksmühle liegen nach Angaben der Verwaltung derzeit keine Erkenntnisse vor, die auf eine Überpopulation von Katzen im Gemeindegebiet schließen lassen.
Mehr Katzen im Tierheim Dornbusch
Ein Blick auf die Zahlen des Tierheims Dornbusch zeigt allerdings eine andere Entwicklung: Die Zahl der dort aufgenommenen Katzen steigt seit Jahren.
Das vom Tierschutzverein Lüdenscheid und Umgebung betriebene Tierheim liegt auf Schalksmühler Gemeindegebiet und nimmt auch Fundtiere aus der Region auf. Daher lassen die Zahlen keinen unmittelbaren Rückschluss auf eine Überpopulation speziell in Schalksmühle zu.









