Weltweit gibt es jedes Jahr unzählige besondere Aktionstage und Gedenktage. Einige sind lustig bis skurril, andere haben einen ernsten und sinnvollen Hintergrund und manche wiederum sollen an Themen erinnern, die im Alltag oft untergehen. LokalDirekt möchte mit der Serie "Kalenderblatt kurios" mal zum Schmunzeln anregen, mal Denkanstöße geben.
Jeden Morgen die Bettwäsche glätten, die Kissen aufschütteln und die Decke zu ordnen - kurz: sein Bett zu machen, erscheint so manchem sinnlos. Denn wir legen uns doch abends sowieso wieder rein. Warum also die Mühe? Ganz einfach: Weil es sich gut anfühlen kann!
Aber diese wenigen Minuten nach dem Aufstehen zu investieren, macht durchaus Sinn. Denn ein gemachtes Bett macht zwar keinen Menschen zu einem ordentlicheren Menschen. Aber es kann den Eindruck vermitteln, dass man den Tag zumindest schon einmal mit einer kleinen erledigten Aufgabe begonnen hat. Manchmal braucht es also gar nicht viel, um das Gefühl zu bekommen, etwas geschafft zu haben.
Das gilt übrigens auch für Kinder. Wer morgens sein Bett macht, übernimmt ein kleines Stück Verantwortung. Es ist keine große Sache – und gerade deshalb eignet sie sich so gut, um Selbstständigkeit zu lernen.
Natürlich gibt es auch gute Argumente gegen das Bettenmachen. Ein ungemachtes Bett könne besser auslüften, heißt es beispielsweise. Außerdem soll es Menschen geben, die ihr ungemachtes Bett als Ausdruck ihrer Individualität betrachten. Auch das sei ihnen gegönnt, denn letztlich ist es eine ziemlich persönliche Angelegenheit wie man sein Schlafzimmer hinterlässt.
Aber vielleicht lohnt sich ein kleines Experiment: Eine Woche lang morgens das Bett machen. Nicht, weil irgendein Ratgeber es verlangt. Nicht, weil man dadurch automatisch produktiver, glücklicher oder erfolgreicher wird. Einfach nur, um zu sehen, ob diese zwei Minuten tatsächlich einen Unterschied machen. Wenn nicht, kann man die Decke wieder liegen lassen, wie sie eben liegt. Aber wenn es sich dagegen gut anfühlt, hat man eine neue Gewohnheit gewonnen.
Und vielleicht ist genau das die schöne Seite solcher kleinen Rituale: Sie verändern nicht die Welt. Aber manchmal ein kleines bisschen den eigenen Morgen.








