Die Zukunft von Haus Nordhelle ist gesichert, meldet der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg und informiert darüber, dass die "Bernstein Hotels & Resorts Agora Invest GmbH" das Haus übernehme. Buchungen seien ab dem 1. Februar möglich.
"Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen hat der Kirchenkreisverband der Evangelischen Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg einen neuen Eigentümer für Haus Nordhelle gefunden. Im Dezember wurde das traditionsreiche Haus an die Bernstein Hotels & Resorts Agora Invest GmbH mit Sitz in Falkenstein verkauft", heißt es in einer Presseerklärung der Evangelischen Kirche. Falkenstein liegt zwischen Aschersleben und Ballenstedt an der B 185; die Firma hat ihren Sitz im Ortsteil Meisdorf im Selketal.
„Wir freuen uns sehr, dass der Kaufvertrag im Dezember unterzeichnet werden konnte. Damit ist sichergestellt, dass Haus Nordhelle mit seiner einzigartigen Lage und seinem besonderen Charakter als Ort für Übernachtung, Erholung und Erlebnisse weiterhin für Gäste geöffnet bleibt. Das traditionsreiche Haus hat für unsere Kirchenkreise und die Region eine besondere Bedeutung. Wir sind glücklich, dass Haus Nordhelle als ein besonderer Ort für Gäste erhalten bleibt“, erklärt Christof Grote, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg.
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Nach dem Verkauf war zunächst offen, wann das Haus wieder für Gäste zugänglich sein würde. „Diese Entscheidung lag selbstverständlich beim neuen Eigentümer. Wir haben vereinbart, dass die Bernstein GmbH den Zeitpunkt der Wiedereröffnung bekannt gibt. Mit der Mitteilung, dass Haus Nordhelle bereits ab dem 1. Februar wieder öffnet, ist dies nun erfolgt. Wir sind sehr froh und dankbar, dass dies so zeitnah möglich war und die Angebote des Hauses bald wieder allen Gästen zur Verfügung stehen“, so Grote weiter.
Über die Details des Verkaufs, insbesondere den Kaufpreis, habe man Stillschweigen vereinbart. Fest stehe jedoch: Der Kirchenkreisverband konnte eine Summe erzielen, mit der sämtliche Verbindlichkeiten des Hauses beglichen werden und für beide Kirchenkreise eine mittlere sechsstellige Rücklage verbleibt.
Der Name der übernehmenden Gesellschaft klingt nach großem Business - in der Realität verbirgt sich dahinter ein familiär geführtes, aber regional höchst einflussreiches und durchaus kontrovers diskutiertes Konstrukt mit den beiden Geschäftsführern Ingo Jung und Niklas Jung - Vater und Sohn. Big business im örtlichen Rahmen, so wirkt es.
Spannend auch die Herleitung des "Bernsteins" im Firmennamen: 1731 wurde der erste Bitterfelder Bernstein gefunden - entstanden in der Eiszeit aus einer Pinienart. Zu DDR-Zeiten wurden über 400 Tonnen Rohbernstein abgebaut und als „Ostseeschmuck“ verkauft. Inzwischen gibt es den Bitterfelder Bernstein wieder - gewonnen und vermarktet von der "Goitzsche Bernstein GmbH & Co. KG". Deren Geschäftsführer: Ingo Jung. Rund um Vater und Sohn gibt es ein ganzes Potpourri von Unternehmen und Firmenideen zwischen Hotels, Immobilienservice, Golf und Fitness bis hin zur Land- und Forstwirtschaft.
Mit der Übernahme von Haus Nordhelle – künftig unter dem Namen „Bernstein Landhaus Nordhelle“ – erweitere die Bernstein Hotels & Resorts GmbH ihr Portfolio auf insgesamt sechs Hotels und Resorts, schreibt der Kirchenkreis. Dis bisherigen Häuser liegen in Berlin und im Bundesland Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen sowie Buchungsmöglichkeiten finden Interessierte unter: https://bernstein-hotels.de/bernstein-landhaus-nordhelle/.











