Vor der letzten Ratssitzung dieses Jahres sind am Montag, 11. Dezember, in der Aula des Bildungszentrums Rahlenberg der Heimatpreis und der Klimaschutzpreis der Gemeinde Herscheid verliehen worden. Gewürdigt wurden damit „Menschen, die Heimat jeden Tag im Großen und Kleinen gestalten“, so Bürgermeister Uwe Schmalenbach.
Der 1. Preis des mit insgesamt 5000 Euro dotierten Heimatpreises geht an die Jugendfeuerwehr, die sich mit dem Projekt Osterfeuer beworben hatte. Jugendwart Daniel Winkelmeyer berichtete, dass für das alljährliche Osterfeuer in Reblin von allen Mitgliedern der Herscheider Jugendfeuerwehr 500 bis 600 Stunden aufgewendet würden. Mit 32 Jugendlichen und 16 Betreuern sei die 1999 gegründete Jugendfeuerwehr die größte Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Herscheid. Alle 14 Tage samstags von 14.45 bis 18 Uhr finden die Dienstnachmittage im Gerätehaus der Löschgruppe Herscheid statt. Die Aktivitäten bestehen je zur Hälfte aus feuerwehrtechnischer Ausbildung und Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Sommerfreizeiten, Ausflügen in Freizeitparks und Kinobesuchen.
Die Treppchenplätze vergab die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Hauptausschusses, an den Geschichts- und Heimatverein (GHV) sowie die Dorfgemeinschaft Rärin. Der 2. Vorsitzende des GHV, Joachim Lübke, stellte den vor 40 Jahren gegründeten Verein vor, der seit inzwischen 15 Jahren das Heimatmuseum im Spieker unterhält. „Der Verein will Vergängliches erhalten und sich um die Geschichte des Ortes kümmern“, so Lübke. „Dafür brauchen wir auch jüngere Zeitgenossen, die das ehrwürdige Erbe antreten“, lautete sein Appell.
Die geregelte Nachbarschaftshilfe hat in Rärin eine lange Tradition. Das berichtete Gerd Holthaus. Er zählte zahlreiche Aktivitäten wie das Bergfest, Landschaftsreinigungen und Silvestersingen auf. Gemeinsam widmet sich die Nachbarschaft auch dem ehemaligen Bushäuschen, das viermal im Jahr passend zur Jahreszeit geschmückt wird. Neueste Errungenschaft der Dorfgemeinschaft ist die Dorf-App als digitale Nachbarschaftshilfe. Auf dem Wunschzettel der Räriner steht ein Ersatz für das 2018 vom Sturm zerstörte Festzelt.
Mensch, Tier und Natur im Einklang
Während die Prämien für den Heimatpreis vom Land NRW zur Verfügung gestellt werden, sponsert der Energieversorger Westenergie den Klimaschutzpreis. 1000 Euro gehen diesmal an Ute Rittinghaus und ihren Gnadenhof Hervel. „Hier leben Mensch, Tier und Natur im Einklang“, würdigte Klimaschutzmanager Simon Mai den Hof, der von Ute Rittinghaus naturbelassen bewirtschaftet werde.
Ihr neuestes Projekt sei eine Aufzuchtstation für Fledermäuse. Die Landwirtin erklärte, dass sie das Preisgeld für die Pflanzung von Blühstreifen und den Bau einer behindertengerechten Toilettenanlage verwenden werde. Ihr Hof ist für jeden offen, der sich dort umschauen möchte.









