Die Handballerinnen des HTV Hemer präsentierten ihre weiße Weste nicht ohne Stolz, gerade nach dem verdienten Heimsieg gegen Verfolger DJK Eintracht Coesfeld. Das Team von Vanessa Rohlf setzte sich am Samstag, 17. Oktober, im Grohe Forum mit 26:20 (15:8) durch und verbuchte damit den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Der gastgebende Spitzenreiter konnte sich gegenüber dem Rangzweiten TuS Volmetal (6:2 Punkte) erst einmal absetzen.
Nach 0:1-Rückstand im Schnelldurchgang auf 10:1 davongezogen
DJK Eintracht Coesfeld war mit der Empfehlung von zuletzt drei Siegen in Folge angereist, geriet aber nach dem ersten Treffer völlig aus der Bahn. Die Frauen des HTV Hemer spielten sich danach in einen wahren Rausch, es gelang einfach alles. Der Tabellenführer verteidigte mit der ausgezeichneten Torfrau Nahla Hadzisehic erstklassig, nahm dem immer mehr verunsicherten Gästen viele Bälle ab und lief erfolgreiche Tempogegenstöße.
Trainerin Vanessa Rohlf war nach dem 10:0-Lauf schlicht weg begeistert: „Die ersten zwanzig Minuten war überragend, da ist uns fast alles gelungen. Die Ausfälle von Dorkas Becker und Alexandra Hitz konnten wir heute kompensieren.“

DJK Eintracht Coesfeld gibt sich noch nicht geschlagen
In der Folge bewies das Team aus dem Münsterland seine Stärken. Angetrieben von den Rückraumschützen Maike Dieker (6 Tore) und Juliana Hüls (5) verkürzte die DJK nach dem 12:3 (20.) Schritt für Schritt. Über 13:7 (27.) betrug der Rückstand kurz vor der Pause nur noch sechs Treffer. Aber der HTV setzte nach und traf zum 15:8. Es war klar, dass die Gäste das Parkett nicht kampflos verlassen würden.
HTV hält im Schlagabtausch nach der Pause Gegner auf Distanz
DJK-Trainer Christian Woltering trieb sein Team weiter an, der Rückstand wurde verkürzt. Über 18:15 (46.) stand das Topspiel wieder auf des Messers Schneide. Der HTV Hemer wackelte, fiel aber nicht. Immer wieder setzten Johanna Becker, Laura Hausherr und Lucy Jörgens die für den Fortbestand der Führung nötigen Nadelstiche. Paraden von Torfrau Nahla Hadzisehic garnierten den noch immer verdienten Vorsprung.
Das 21:16 als schönstes Tor des Tages
Mit einem Kempa-Trick ging der HTV Hemer mit 21:16 in Front (50.). Herrlich anzusehen war das Zuspiel von Lucy Jörgens, Johanna Becker netzte eiskalt ein. Die Coesfelderinnen steckten nicht auf, verkürzten noch einmal auf 23:19 (54.), mehr ließ die Abwehr des Tabellenführers nicht zu. Mit zwei Treffern in Folge gab es an dem sechsten Saisonsieg nichts mehr zu rütteln. Die in der Abwehr überragende Frederike Evers stellte den 26:20-Endstand her.
HTV Hemer: Hadzisehic (Schübbe); Hausherr (5/2), Ihde (2/2), Scholz (4), Jörgens (3), Dlugos (1), Seuthe (1), Kaminska (1), A.-L. Ebel (2), J. Becker (6), Evers (1), L.-M. Ebel, Kristan.







