Die Stadt Halver soll ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erhalten. Darin sollen Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Fördermittel gebündelt werden. Im Hauptausschuss sorgten am Montag, 7. Oktober, vor allem die dafür vorgesehenen 50.000 Euro für Diskussionen. Das Geld soll in externe oder befristete personelle Unterstützung fließen.

Stadtentwicklung soll gebündelt werden

Mit dem ISEK, das die Verwaltung bis zum 30. Juni 2027 erarbeiten müsste, sollen verschiedene Bereiche der Stadtentwicklung zusammengeführt werden. Dazu zählen unter anderem Wirtschaftsförderung, Fördermittelakquise, Bauleitplanung und Liegenschaftsmanagement. Ziel ist es, bereits laufende Aktivitäten in einem gemeinsamen Konzept zu bündeln.

Auch Naherholung und Naturentwicklung sollen dabei eine Rolle spielen. Das Projekt „Erholungsort Halver" soll dadurch zusätzlichen „Rückenwind" bekommen. Ziel ist es, die dafür notwendigen Voraussetzungen weiter auszubauen und Halver als attraktiven Erholungs- und Tourismusstandort zu stärken. Dazu gehören unter anderem Sport- und Bewegungsangebote sowie eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur – LokalDirekt berichtete.

50.000 Euro sorgen für Diskussionen

Für die Erstellung des Konzepts hat die Stadtverwaltung einmalig bis zu 50.000 Euro für externe oder befristete personelle Unterstützung vorgesehen. Damit soll zunächst ein Grundkonzept erarbeitet werden. Die Verwaltung begründet dies unter anderem mit den begrenzten personellen Kapazitäten: „Die Stadtverwaltung Halver ist eine kleine, aber sehr umsetzungsstarke und leistungswillige Verwaltung, die aktuell bereits an Themen arbeitet und wirkt, die genau zu diesem Antrag passen. Insofern muss aber auch berücksichtigt werden, dass die personellen Ressourcen hier an ihre Grenzen kommen“, heißt es in der Vorlage.

Die 50.000 Euro sorgten im Ausschuss mit Blick auf die Haushaltslage für Diskussionsbedarf. Aus der SPD-Fraktion kam die Frage auf, wofür die Summe konkret eingesetzt werden soll. Dagmar Eckhardt verwies darauf, dass viele der genannten Aufgaben ohnehin zum normalen Handeln einer Stadt gehörten. Sie wünschte sich daher, dass die UWG ihren Plan in den einzelnen Fraktionen noch einmal genauer vorstellt.

Der Sozialdemokrat Jürgen Wichert betonte, dass die SPD-Fraktion das Vorhaben grundsätzlich unterstütze. Kritik habe es lediglich daran gegeben, dass bereits Mittel für externe Unterstützung vorgesehen seien, bevor in einem Workshop zunächst die konkreten Schwerpunkte des Konzepts festgelegt würden. Ein solcher Workshop soll daher vor der eigentlichen Erarbeitung des ISEK stattfinden, sofern der Rat dem Antrag am Montag, 12. Oktober, zustimmt. Der Hauptausschuss sprach sich bereits einstimmig dafür aus, lediglich Dagmar Eickhardt (SPD) enthielt sich.