Damit junge Menschen leichter und günstiger Kulturveranstaltungen im Kulturhaus Lüdenscheid besuchen können, beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Einführung eines „Last-Minute-Tickets“.

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Freie Plätze kurzfristig nutzen

Das Ticket soll sich, so die Grünen, an Menschen unter 30 Jahren richten. Es soll jeweils 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse angeboten werden — allerdings nur, wenn noch Plätze frei sind. Ein konkreter Preis für das „Last-Minute-Ticket“ ist im Antrag nicht genannt.

Die Fraktion begründet ihren Vorstoß mit den häufig nicht vollständig ausgelasteten Veranstaltungen. Gleichzeitig könnten sich gerade junge Menschen einen regulären Kulturbesuch aufgrund begrenzter finanzieller Möglichkeiten nicht immer leisten. „Kulturelle Veranstaltungen leben aber von einem gut gefüllten Saal und einem vielfältigen Publikum“, heißt es in der Begründung des Antrags. Mit dem Ticket würden sich freie Plätze kurzfristig nutzen lassen, ohne den regulären Vorverkauf zu beeinträchtigen.

Die Fraktion sieht darin mehrere Vorteile: Das Angebot soll jungen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Theater, Konzerten, Lesungen und weiteren Veranstaltungen ermöglichen und zugleich die Auslastung verbessern. Außerdem könne das Kulturhaus neue Zielgruppen erreichen und den Kulturstandort Lüdenscheid stärken.

Hagen als Vorbild

Als Beispiel führen die Grünen das Theater Hagen an. Dort kostet ein vergleichbares Last-Minute-Ticket nach Angaben der Fraktion derzeit 3,50 Euro. „Das zeigt, dass ein solches Angebot ohne großen organisatorischen Aufwand umgesetzt werden kann und sowohl von den Besucherinnen und Besuchern als auch von den Einrichtungen positiv aufgenommen wird“,heißt es im Antrag. Auch langfristig verspricht sich die Fraktion einen positiven Effekt: „Aus den Nutzerinnen und Nutzern des Last-Minute-Tickets werden die regulär zahlenden Besucherinnen und Besucher von morgen.“

Werbung über Schulen und soziale Medien

Für das neue Angebot schlagen die Grünen eine gezielte Ansprache junger Menschen vor. Neben den sozialen Medien und der Internetseite der Stadt sollen auch Schulen, Berufskollegs und Hochschulen der Region informiert werden. Eine moderne Kommunikation könne helfen, Hemmschwellen abzubauen und junge Menschen für Kultur zu begeistern.

Über den Antrag soll in der Sitzung des Kulturausschusses am 10. September entschieden werden.