Sie kommen aus Schweden. Fragt man sie nach ihren Eindrücken von Deutschland, sind sich Helena und Niva (beide 14) sofort einig: „Die Natur ist sehr schön hier.“ Für eine Woche waren sie zu Gast am Evangelischen Gymnasium. Schwerpunkt bei dem Schüleraustausch: die Schule, das Schulsystem und die Berufsfindung.
Möglich macht den Austausch die EU. Sie stellt erhebliche Mittel für die Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa zur Verfügung. Zugreifen müssen die Schulen selber. Das Evangelische Gymnasium Meinerzhagen nutzt das Programm „Erasmus +“ für den Schüleraustausch. Eine Woche lange waren 20 Jugendliche aus Eskilstuna (Schweden) zu Gast am Bamberg, untergebracht in den Familien der Schüler.
Zusammenarbeit in Europa („Working together in Europe“) heißt das Projekt, das Stephanie Bonzel, Lehrerin am Gymnasium, mit einer Lehrkraft der British Junior Schule in Eskilstuna entwickelt hat. Mit einer Schülergruppe war sie im Frühjahr in Schweden. Jetzt also der Gegenbesuch. Eines von mehreren Projekten, die das EGM anbietet. Austausch gäbe es auch mit Schulen in Spanien, Polen oder Portugal, so Stephanie Bonzel.
„Weltoffener und selbstbewusster“
Für sie und ihre Kollegin Sabine Hegmann, die die Gäste betreuen, liegt der Erfolg auf der Hand: „Die Schüler sind weltoffener, selbstbewusster“, haben sie nach dem Austausch beobachtet. Sie hätten gelernt, sich auch im Ausland zurechtzufinden. Emma (14), EGM-Schülerin, die mit in Schweden war, bestätigt das. „Der Wortschatz ist Englisch ist größer. Ich kann besser reden“, profitiert sie im Unterricht von dem Austausch. Zudem habe sie das Schulsystem und nette Leute kennengelernt, mit denen sie weiterhin in Kontakt ist. „Eine sehr gute Erfahrung“, sagt sie.
Und umgekehrt? Neben der Natur loben Helena und Niva das Wetter hier und die netten Menschen. Im Schulvergleich schätzen sie, dass es daheim auch in den Unterrichtsstunden kurze Pausen gibt, „Das gibt es hier nicht“, sagt Helena, die gut Deutsch spricht. Und Niva findet es besser, dass in Schweden „das Schulessen umsonst ist“.
Stepanie Bonze zieht eine positive Bilanz: „Es hat geklappt.“ Sie hofft, dass es in zwei Jahren erneut einen Austausch mit den Schweden gibt.










