Die CDU Breckerfeld hat auf ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag, 13. März, die personellen Weichen neu gestellt: Alexander Ebbert wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt — ein Datum, das gemeinhin als "Unglückstag" gilt, für ihn jedoch zum politischen Erfolg wurde.

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Rollenwechsel an der Führungsspitze

Die bisherige Vorsitzende Ulrike Borowski hatte bereits nach der Kommunalwahl im September 2025 angekündigt, künftig kürzer treten zu wollen. Denn neben ihrem Engagement in der CDU Breckerfeld bekleidet sie auch das Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin.

Mit der Wahl kommt es nun zu einem direkten Rollentausch: Alexander Ebbert, seit 2023 stellvertretender Vorsitzender, rückt an die Spitze auf. Borowski übernimmt im Gegenzug seine bisherige Stellvertreterrolle. Der 33-Jährige zeigt sich im Gespräch mit LokalDirekt darüber erfreut: „Ich begrüße es sehr, dass Ulrike Borowski mir weiterhin als Stellvertreterin mit ihrer langjährigen Erfahrung zur Seite steht.“ Er war der einzige Kandidat für den Vorsitz und erhielt die volle Zustimmung der Versammlung, bei der als Gäste auch Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein und die Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu zugegen waren.

Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu (l.) verfolgte die Mitgliederversammlung der CDU Breckerfeld vor Ort und beglückwünschte das neue Führungsduo Alexander Ebbert (Mitte) als 1. Vorsitzenden und Ulrike Borowski (r.) als seine Stellvertreterin.
Foto: CDU Breckerfeld

Neue Formate für mehr Bürgernähe

Inhaltlich setzt Ebbert, der hauptberuflich als Industriefachwirt arbeitet, auf Kontinuität und neue Impulse zugleich. Bereits in der jüngeren Vergangenheit habe er neue Formate angestoßen, um den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken. Als Beispiel nennt er das im Dezember vergangenen Jahres von der CDU Breckerfeld veranstaltete offene Gesprächsformat „Afterwork-Glühwein“.

Künftig möchte er diesen Ansatz weiter ausbauen: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir als CDU einmal im Jahr eine Sommer- oder Herbsttour durch verschiedene Stadtteile machen.“ Dabei solle bewusst ein niedrigschwelliger Rahmen geschaffen werden — etwa bei Bratwurst und Getränken. „Es geht darum, ins Gespräch zu kommen und zu hören, wo der Schuh drückt oder was sich die Menschen für ihre Stadt wünschen“, so Ebbert. Noch in diesem Jahr könne er sich einen Auftakt in den Wahlbezirken Heider Kopf, Wengeberg und Innenstadt vorstellen, bevor in den Folgejahren weitere Stadtteile in den Fokus rücken sollen.

Früher Einstieg in die Politik

Alexander Ebberts politischer Weg begann früh — und mit Unterstützung seiner jetzigen Stellvertreterin: „Man könnte sagen, ich bin das politische Ziehkind von Ulrike Borowski“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Sie sei es gewesen, die ihn 2011 auf dem Breckerfelder Weihnachtsmarkt dazu ermutigt habe, sich in der Jungen Union zu engagieren. Bereits ein Jahr später trat er in die CDU ein.

Schon bei der Kommunalwahl 2014 trat Ebbert erstmals als Kandidat für ein Ratsmandat an — und gewann direkt einen Wahlbezirk. Seitdem ist er durchgehend im Rat der Stadt vertreten. Zu seinen weiteren Stationen zählen unter anderem verschiedene Funktionen im CDU-Stadtverband sowie ein Engagement auf Kreisebene, beispielsweise als Beisitzer im Kreisvorstand der CDU Ennepe-Ruhr. Zudem trat er bei der letzten Landtagswahl als Landtagskandidat im Wahlkreis Hagen II / Ennepe-Ruhr-Kreis III an.

Fokus auf Familie und Kommunalpolitik

Für die Landtagswahl 2027 plant der junge Familienvater jedoch keine erneute Kandidatur, verrät er, und begründet diese Entscheidung mit persönlichen Prioritäten: „Ich habe eine kleine Tochter, mit der ich schließlich auch noch Zeit verbringen möchte. Und nur, damit mein Name auf irgendeinem Wahlzettel steht, möchte ich es nicht machen.“ Auch wenn er sich der Unterstützung seiner Familie sicher sei: „Meine Frau hat mit als mentale Unterstützung vor der Wahl zum Vorsitzenden ein Paar Socken mit der Aufschrift ‚Einfach mal machen‘ geschenkt — ein Motto, das mir gut gefällt.“

"Einfach mal gemeinsam machen": Am Tag der Wahl zum Vorsitzenden begleitete Alexander Ebbert dieses Motto im wahrsten Wortsinn bei jedem Schritt.
Foto: CDU Breckerfeld