Der Verein Aktion Kunsttreff (VAKT) in Halver steht vor der Auflösung, immer weniger Mitglieder engagieren sich. Teile der Gründergeneration haben am Sonntag, 26. Juli, eine erneute Fotoaktion gestartet, um Aufmerksamkeit für den Verein zu gewinnen.
Für Tanja Nowak war die Foto-Aktion des Kunstvereins VAKT etwas Besonderes. Erstmals bekam die Halveranerin, die inzwischen in Wiesbaden lebt, Einblick in die Arbeit des Kunstvereins und notierte sich gleich Termine für die nächsten Workshops.
Wie sie nutzten auch andere Besucher die Foto-Aktion auf dem „grünen Sofa“ in der Frankfurter Straße, um sich mit Bildern oder Zeichnungen aus dem Fundus des Vereins fotografieren zu lassen. Die Bilder sollen demnächst ausgestellt werden. Eine ähnliche Aktion mit dem Titel „Mensch und Arbeit“ hatte es bereits vor 20 Jahren gegeben. Besucher aus unterschiedlichen Berufsfeldern ließen sich auf einem roten Sofa ablichten. Dazu gab es Bilder aus dem Bereich der Arbeitswelt. Die Ausstellung wurde später auch im Landtag gezeigt.
Fotogalerie
Aktionen gehörten zum Markenzeichen des Kunstvereins. Daran wollten Gudi Mausbach-Dahl, Elke Schmidt und Eva Wunderlich, die die Neuauflage der Aktion angestoßen hatten, anknüpfen. Das Ziel: Aufmerksamkeit erzielen und neue Mitstreiter gewinnen. Denn: die Gründergenration tritt ab. Die Zukunft des Vereins steht auf der Kippe.
Ex-Bürgermeister fahren auf Wahrzeichen ab
Dazu hatte der Verein Bürgermeister Armin Kibbert (SPD) und seine Amtsvorgänger Michael Brosch (SPD), Dr. Bernd Eicker (CDU), Hans-Jürgen Kammenhuber (CDU) und Rainer Filling (SPD), allesamt Unterstützer, teilweise auch Gründungsmitglieder des Vereins, eingeladen. Filling, letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt und Michael Brosch, Kibberts direkter Vorgänger, wählten für ihr Foto ein Bild mit Halvers Wahrzeichen – Eine Zeichnung von Gudi Mausbach-Dahl, vorwiegend in Schwarz-Gelb. Das kam auch bei einem BVB-an, der für ein Foto seine Radtour unterbrach.
Tobis Wunderlich und Lea Rosenau, Besucher aus Berlin, die zufällig in Halver zu Besuch waren, wurden selbst kreativ, ließen sich Rücken an Rücken statt sitzend auf dem Sofa verewigen. Ihr Fazit: „Eine schöne Aktion.“
Das fand auch Gudi Mausbach-Dahl. „Die Stimmung war gut. Wir haben viele interessante Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft“, bilanzierte sie. Die Resonanz bezüglich VAKT sei positiv gewesen. Eine Entscheidung, ob und wie es mit dem Kunstverein weitergeht, ist damit noch nicht gefallen. Mausbach-Dahl und der kleine, harte Kern der verbliebenen Aktiven teilte die Hoffnung, die Bürgermeister Kibbert bei einer Anfrage zum Thema unlängst äußerte, dass VAKT „noch lange ein belebender und vitaler Teil unserer städtischen Kulturlandschaft“ bleibt.










