Eine Stunde und 23 Minuten lief das Königsschießen, ehe sich Michael Drees selbst zum König krönte, indem er den Vogel von der Rute schoss. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Katja regiert er im kommenden Schützenjahr über die Listerschützen.
Mit Michael Drees ist der zweite der drei amtierenden Regenten aus derselben Familie. Seit dem Kinderschützenfest am Vortag ist seine Tochter Kinderkönigin; am Samstag, 25. Juli, zog der Vater nach. Dabei hat er schon Erfahrung mit den royalen Würden: 1998 regierte er als Prinz den Prinzenclub.
201 Schüssen fliegen auf den Vogel
160 Schuss mit Kleinkalibermunition brauchte es, ehe alle Insignien gefallen waren. Im Anschluss wurde das Gewehr umgespannt, die finalen Schüsse wurden mit der deutlich schlagkräftigeren Brennecke-Schützenfestmunition angebracht. Es brauchte 41 von den großen Geschossen, ehe der Vogel von der Rute fiel. Bereits bei den vorherigen Schützen hatte er jedoch einige Späne fliegen lassen und sich den ein oder anderen Millimeter bewegt.
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Unter lautem Jubel wurde Drees nach zahlreichen Gratulationen vom Schießstand in die Schützenhalle getragen, wo er auf der Theke stehend verkündete: "Dieses Jahr wird nur geext!"
Vorangegangen war der Fall der fünf Insignien Krone, Zepter, Apfel sowie des linken und des rechten Flügels. Nach insgesamt neun Schuss ging die Krone an Holger Körby, zwei Schuss später sicherte sich Jannik Homuth das Zepter. Paul Acherschott holte mit dem 25. Schuss um 16.06 Uhr den Apfel von der Rute, noch einmal zehn Minuten später fiel auch der rechte Flügel mit dem 59. Schuss, den Thomas Zelinski abgab. Der linke Flügel zeigte sich deutlich widerspenstiger, 101-mal mussten die Schützen nur auf ihn feuern, ehe sich Holger Körby nach der ersten auch die letzte Insignie sichern konnte.
Listertaler Kanoniere gratulieren dem neuen König lautstark
Um 17.23 fiel dann der Rest des Vogels zu Boden, der Applaus der versammelten Zuschauer wurde lediglich von den Listertaler Kanonieren übertönt, die mit "Tante Klärchen vom Listertal" und "Onkel Fritz vom Listertal" zwei Kanonen der leichten Feldartillerie oberhalb des Schützenplatzes aufgebaut hatten. Bereits beim Eintreffen des Schützenzuges am Festplatz hat die Böllergruppe die Besucher lautstark begrüßt.
Vorangegangen war ein Festzug quer durch Hunswinkel. Neben dem bis zum Abend amtierenden Königspaar und den einzelnen Kompanien der Listerschützen marschierten auch die Musikfreunde Schreibershof und der Fanfarenzug Meinerzhagen entlang der Listertalsperre und untermalten den Festumzug mit passender Marschmusik.
Große und kleine Zuschauer standen am Straßenrand, applaudiertem dem vorbeiziehenden Festzug und gerade die Kleinen freuten sich über die Süßigkeiten, die von den vorbeiziehenden Majestäten geworfen wurden.
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Am Sonntag, 26. Juli, beginnt der letzte Tag des Schützenfestes an der Listerhalle. Nach einem erneuten Festzug und der Kranzniederlegung am Ehrenmal steht das Prinzenvogelschießen auf dem Programm, ehe der offizielle Teil des Schützenfestes am Abend mit dem Prinzenball endet.
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