Mit falschen Verkaufsanzeigen erbeutete ein 21-Jähriger aus Halver mehr als 1300 Euro. Das Amtsgericht verurteilte ihn nun nach Jugendstrafrecht.
"Ich hatte Schulden"
Es sei eine schlechte Zeit gewesen im Juni 2024, erklärte der Angeklagte im Amtsgericht Lüdenscheid: "Ich war in einer finanziell schwierigen Lage. Ich hatte Schulden, ich brauchte das Geld zum Leben." Genauer ging der Halveraner nicht darauf ein.
Das erwähnte Geld, insgesamt 1304,50 Euro, stammte aus acht Betrugstaten. Der 21-jährige Halveraner hatte immer wieder Orden und Ehrenzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg und in einem Fall eine "Tonie-Box" samt Figuren über ein Kleinanzeigenportal angeboten und dafür Beträge von 80 bis 420 Euro kassiert — die Ware jedoch nie versendet.
"Es tut mir leid. Ich will jetzt nach vorne schauen", sagte der Angeklagte vor Gericht und erklärte, er hole derzeit seinen Schulabschluss nach und wolle im kommenden Jahr eine Ausbildung beginnen.
Schuldig in acht Betrugsfällen
Bereits vor der Verhandlung hatte der 21-Jährige sieben Vorstrafen "gesammelt", unter anderem wegen falscher Verdächtigung und Diebstahls.
Das Gericht sprach ihn jetzt des achtfachen, gewerbsmäßigen Betruges nach Jugendstrafrecht für schuldig. Der Halveraner muss den Geschädigten die gezahlten Geldbeträge zurückerstatten, war bei einem bereits erfolgt ist, — und jedem einzelnen Betroffenen ein Entschuldigungsschreiben schicken.










