Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen sterben an einer Demenzerkrankung. Im Jahr 2024 registrierte das Statistische Landesamt insgesamt 13.982 Todesfälle mit dieser Ursache.

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Deutlich höheres Sterbealter

Menschen, die an Demenz starben, erreichten im Durchschnitt ein Alter von 88 Jahren. Damit lag das Sterbealter rund neun Jahre über dem Durchschnitt aller Verstorbenen in Nordrhein-Westfalen. Besonders häufig trat Demenz bei Menschen über 80 Jahren als Todesursache auf. In dieser Altersgruppe führte sie mit einem Anteil von 9,6 Prozent die Statistik an, vor der chronischen ischämischen Herzkrankheit.

Frauen häufiger betroffen

Rund zwei Drittel der an Demenz Verstorbenen waren Frauen. Insgesamt starben 9.313 Frauen an der Erkrankung. Ihr Anteil an allen weiblichen Todesfällen lag bei 8,3 Prozent, bei Männern dagegen bei 4,3 Prozent. „Ein Grund für den hohen Frauenanteil könnte unter anderem die höhere Lebenserwartung bei den Frauen sein“, so das Statistische Landesamt.

Auch langfristig zeigt sich ein deutlicher Anstieg: 2024 entfielen 6,3 Prozent aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen auf Demenz. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 2,4 Prozent, im Jahr 2004 lediglich bei 0,4 Prozent.

Höchste Rate im Ennepe-Ruhr-Kreis

Im landesweiten Vergleich weist der Ennepe-Ruhr-Kreis die höchste demenzbedingte Sterberate auf. Dort starben 2024 insgesamt 116 Menschen je 100.000 Einwohner an einer Demenz. Die niedrigste Rate verzeichnete Gelsenkirchen mit 53 Fällen je 100.000 Einwohner. Landesweit lag der Wert bei 78.