Im Fokus des monatlichen Energiestammtisches stand das Thema "Wärmepumpe". Rund 30 Gäste kamen im Bürgerzentrum zum Austausch zusammen.

Überregionale Nachrichten

Zum Auftakt berichtete Gerd Clever am Dienstag, 17. März, über sein Wärmepumpenprojekt: Seine alte Ölheizung wurde im vergangenen Dezember durch eine Wärmepumpe ersetzt. Dank vorhandener Fußbodenheizung und ausreichend dimensionierter Heizkörper seien keine zusätzlichen Maßnahmen nötig gewesen. "Die Förderung und Abwicklung über das KfW-Portal verliefen unkompliziert. Der lokale Installateur stellte die dafür erforderlichen Unterlagen und Informationen zur Verfügung", berichtete Clever. Im kalten Januar habe die Anlage eine Effizienz von 3,14 erreicht – bei angenehmen Raumtemperaturen.

Martin Halbrügge ergänzte dies mit Auswertungen von vier Wärmepumpen in Halver. Sein Hinweis: Gerade in kalten Monaten sollten Verbrauchsdaten regelmäßig kontrolliert werden – per App sei das einfach möglich.

Halveraner kritisieren Klimapolitik der Bundesregierung

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Klimapolitik der Bundesregierung. "Der Blick auf die Klimapolitik der Bundesregierung erfüllt mich mit Sorge“, sagte Gerd Clever. Er kritisierte eine stagnierende Entwicklung. Auch aktuelle Einschätzungen aus Politik und Forschung sähen Rückschritte, etwa durch die stärkere Nutzung fossiler Energien.

Besonders umstritten ist die geplante Änderung des Gebäudeenergiegesetzes: Die bisherige Vorgabe von 65 Prozent erneuerbaren Energien bei neuen Heizungen soll durch eine weniger verbindliche „Biotreppe“ ersetzt werden. Experten sehen darin einen deutlichen Rückschritt, da die erwartete CO₂-Einsparung massiv geringer ausfallen würde, so Clever.

"Auf Wärmepumpen setzen"

Clever appellierte an die Eigenverantwortung: „Wer eine neue Heizung braucht, sollte auf die Wärmepumpe setzen und die aktuellen Fördermöglichkeiten nutzen. Holen Sie sich Angebote ein und beantragen Sie die Förderung. Die ist nach Zusage für drei Jahre gültig.“

Zum Abschluss informierte Klimaschutzmanager Dominik Duchale über den Stand der kommunalen Wärmeplanung in Halver. Diese muss bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.