In der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums (BGL) sorgt die Sanierung der Umkleiden und Sanitärräume derzeit für eine ungewöhnliche Situation: Sport kann stattfinden, duschen dagegen nicht. Die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt Lüdenscheid prüft deshalb eine ungewöhnliche Übergangslösung: Dusch-Container neben der Halle.
Alte Decke legt Kabel frei
Ursprünglich sollte die Sanierung in zwei Abschnitten laufen. Eine Hälfte der Umkleiden und Sanitärbereiche sollte jeweils nutzbar bleiben. Doch bereits beim ersten Bauabschnitt zeigte sich, dass dieser Plan nicht funktioniert.
Der Grund liegt in der alten Holzdecke. Um sie zu entfernen und zu entsorgen, mussten die Handwerker die gesamte Fläche öffnen. Dabei kamen deutlich mehr freiliegende Kabel und Elektroverteilungen zum Vorschein als erwartet. Unter diesen Bedingungen könnten Sportler die Duschen, Toiletten und Umkleiden aus Sicherheitsgründen nicht nutzen.
Einfache Absperrungen reichen nach Einschätzung der ZGW nicht aus. Deshalb bleibt derzeit nur die ungewöhnliche Aufteilung: Die Umkleiden liegen in Räumen des Schulgebäudes nahe der Halle, zum Duschen müssen die Sportler jedoch ausweichen.
Am kommenden Wochenende müssten Sportler zum Duschen die Fahrt zur Albert-Schweitzer-Schule in Kauf nehmen: „So kurzfristig findet sich leider keine andere Alternative“, erklärt die ZGW am Freitag, 4. September.
Mobile Duschen als Lösung
Für die kommenden Wochen und insbesondere mit Blick auf die Herbst- und Wintermonate sucht die ZGW nun nach einer besseren Lösung: „Wir prüfen jetzt, ob wir neben der BGL-Halle Dusch-Container aufstellen können.“ Neben dem genauen Standort müsse vorab aber noch die Frage nach Wasserleitungen, Dauer und Kosten geklärt werden.
Ganz vermeiden lassen sich die Wege zwischen Halle, Umkleiden und Duschen allerdings auch mit den Containern nicht. Die einzige andere Option wäre, während der Sanierungsarbeiten in den Umkleide- und Sanitärräumen auch die gesamte Turnhalle des BGL zu sperren. „Und das ist definitiv keine Lösung für alle Beteiligten“, betont die ZGW.









