Die Dorfpaten trafen sich am Donnerstag, 9. April, im „Klöncafé“ im Haus Neuenhof, um über aktuelle Projekte, neue Ideen und anstehende Veranstaltungen zu beraten. Im Mittelpunkt standen sowohl infrastrukturelle Themen als auch gemeinschaftliche Aktionen.

Förderantrag für Sonnensegel

Ein zentrales Anliegen der Dorfpaten bleibt die geplante Installation eines Sonnensegels über dem großen Klettergerüst mit Rutsche am Calisthenicspark in der Meinenbornstraße. Die Stadtverwaltung habe das Projekt auf Anregung der Dorfpaten als Leader-Kleinprojekt beantragt, „diesmal ist der Fördertopf allerdings völlig überzeichnet“, hieß es auf der Versammlung. Daher könne derzeit nur auf einen positiven Bescheid gehofft werden.

Dorftrödel im Juni geplant

Konkret vorangetrieben wird die Planung eines Dorftrödels. Die Veranstaltung soll am Samstag, 20. Juni, von 10 bis 17 Uhr stattfinden. Das Konzept sieht vor, dass Interessierte ihre Waren direkt vor dem eigenen Haus oder in Garagen anbieten.

„Das sollte recht einfach und problemlos zu organisieren sein“, wurde aus der Runde berichtet. Die Dorfpaten übernehmen dabei die zentrale Organisation und wollen vorab über verschiedene Kanäle über die Veranstaltung informieren. Eine Übersichtskarte mit Standorten und Parkmöglichkeiten ist ebenfalls vorgesehen. Für interessierte Anbieter ohne eigene Verkaufsfläche werde noch nach Lösungen gesucht.

Weitere Projekte in Vorbereitung

Die geplante Einrichtung einer Fahrradreparatursäule wird weiterhin geprüft. „Ob und wo diese aufgestellt werden kann, wird noch abgeklärt“, berichtete ein Dorfpate.

Die sogenannte Taschengeldbörse stehe dagegen kurz vor dem Start: Das Projekt sei „weitgehend startklar“ und solle zeitnah im Jugendzentrum vorgestellt sowie in die Rönsahler Internetseite eingebunden werden.

Neue Ideen für das Dorfleben

Diskutiert wurde zudem die Idee eines „Krippenwegs“, der gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt und Adventsaktionen das Konzept eines „Weihnachtsdorfs Rönsahl“ stärken könnte. Als Vorbild diene ein Projekt in Frenkhausen, „das mit wenigen Krippen begonnen hat und inzwischen rund 60 Stationen umfasst“, berichteten Teilnehmer.

Eine Dorfrunde mit Bürgern und Vereinen ist für den 6. Mai geplant. Dort soll der Vorschlag weiter thematisiert werden.

Eine Gruppe von sieben Personen sitzt um einen großen Holztisch in einem Wohnzimmer und diskutiert. Auf dem Tisch stehen Getränke und liegen Papiere bereit.
Treffen der Dorfpaten Rönsahl, 9.4.2026
Foto: Dorfpaten Rönsahl

Verkehr und Ordnung im Blick

Geschwindigkeitsmessungen an mehreren Straßen — Meienbornstraße, Kerspeweg, Hauptstraße, Kirchstraße — ergaben bislang keine auffälligen Überschreitungen. „Die Werte lagen in einem nicht deutlich überhöhten Bereich“, hieß es auf der Versammlung. Einzelne Bereiche wie der Kreuzungsbereich Kirchstraße/Hauptstraße sollen noch weiter beobachtet werden.

An der Kirchstraße soll auf Höhe der Schule nochmals ein Seitenradar installiert werden, nachdem es Bürgerbeschwerden wegen zu schnellen Fahrens; dort sowie an der Meienbornstraße sollten auf Wunsch der Dorfpaten zudem verstärkt Parkverstöße kontrolliert werden.

Sauberkeit und Hundekot

Probleme mit Hundekot bestehen weiterhin auf bestimmten Wegen im Ort, so die einhellige Feststellung der Dorfpaten: „Besonders verschmutzt Bereiche sind der Verbindungsweg zwischen ‚Höher Garten‘ und ‚Vor dem Isern‘ sowie der Haarhauser Weg.“ Das Ordnungsamt sei bereits informiert und führe Kontrollen durch. „Auch die Vermüllung im Dorf hat das Ordnungsamt auf dem Schirm“, wurde berichtet.

Mitfahrbank und alternative Ideen

Die Einrichtung einer Mitfahrbank wurde erneut diskutiert, gestaltet sich jedoch weiterhin schwierig. Als Alternative wurde ein einfaches System mit beschrifteten Plaketten vorgeschlagen. Damit könnten Wartende ihren Zielort anzeigen und leichter Mitfahrgelegenheiten finden. „Das sollte ohne große Kosten möglich gemacht werden“, hieß es dazu.

Verschönerung und lokale Projekte

Mehrere kleinere Projekte der Dorfpaten befinden sich in Umsetzung oder Planung, darunter ein Hinweisschild für eine historische Altarplatte auf dem Friedhof. Auch die mögliche Gestaltung von Elektrokästen wurde diskutiert: „Das könnte etwas Farbe und ein paar Eyecatcher ins Dorf bringen.“ Allerdings müsse dies erst mit der Elektro-Mark und der Telekom abgestimmt werden.

Zukunft der Servatiuskirche

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Zukunft der Servatiuskirche. Hier diskutierten die Dorfpaten die Überlegung, wie die Gründung eines Vereins zu deren Erhalt beitragen könnte. Nach dem von der Kirchengemeinde einberufenen Treffen am 23. April soll ein weiterer Termin zur Information, Sensibilisierung und Mobilisierung der Bürger gefunden werden. Auch wurde vorgeschlagen, eine Unterschriftenliste zu präsentieren und „eine Demo zu starten“.

Bürgerinnen und Bürger, die Anregungen für oder Fragen an die Dorfpaten haben, können via E-Mail an [email protected] Kontakt zu ihnen aufnehmen.