Wie eng die Geschichte der Iserlohner Nadelindustrie mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist, erfuhren Mitglieder der Fraktion Die Iserlohner bei einem Besuch im neu gestalteten Nadelmuseum in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf. Der Rundgang gehörte zur Reihe „Die Iserlohner vor Ort“.
Viele Menschen arbeiteten in der Nadelproduktion
Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel, die die Ausstellung konzipiert hat, führte die Gruppe durch das Museum. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung die Nadelproduktion über Jahrhunderte für Iserlohn hatte.
Im 19. Jahrhundert verdiente zeitweise fast die Hälfte der Iserlohner Bevölkerung ihr Geld in der Nadelproduktion. Auch viele Frauen und Kinder arbeiteten in diesem Wirtschaftszweig. Die Ausstellung beleuchtet neben den Herstellungsverfahren und dem technischen Fortschritt deshalb auch die Menschen und ihre Arbeitsbedingungen.
Die Nadelindustrie beeinflusste zudem die gesellschaftliche und religiöse Entwicklung der Stadt. Katholische Fachkräfte kamen aus dem Rheinland nach Iserlohn. Sie brachten nicht nur ihr Wissen über die Nadelherstellung mit, sondern auch ihren Glauben in die damals überwiegend evangelisch geprägte Stadt.
Museum bis Ende Oktober geöffnet
Die Fraktion zog nach dem Besuch ein positives Fazit: „Wir können jedem Iserlohner nur empfehlen, sich dieses Stück unserer Stadtgeschichte einmal selbst anzusehen“. Die Ausstellung verdeutliche, wie eng wirtschaftliche Entwicklung, technischer Fortschritt und das Leben der Menschen in Iserlohn miteinander verbunden waren.
Das Nadelmuseum in Barendorf öffnet noch bis zum 31. Oktober donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.









