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Der Bürgerbusverein Herscheid hat die drohende Auflösung abgewendet. Bei der Jahreshauptversammlung am 29. Juli wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Trotz der erfolgreichen Neubesetzung sieht der Verein seine Zukunft noch nicht dauerhaft gesichert.

Überregionale Nachricht

Der Bürgerbusverein Herscheid bleibt bestehen. Bei der Jahreshauptversammlung am 29. Juli wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand und verhinderten damit die zuvor angekündigte Auflösung des Vereins. Barbara Federici, Florian Kretzschmer und Kerstin van de Loo übernehmen künftig Verantwortung im Vorstand. Unterstützt werden sie weiterhin von Norbert Jarnuczak, der für die technische Betreuung des Fahrzeugs zuständig ist, sowie Beisitzer Hansjörg Schulte.

Hilferuf zeigt Wirkung

Noch im Frühjahr hatte der Verein öffentlich auf seine schwierige Lage aufmerksam gemacht. Zu wenige ehrenamtliche Fahrer, rückläufige Fahrgastzahlen und der altersbedingte Rückzug mehrerer Vorstandsmitglieder hatten den Fortbestand des Bürgerbusbetriebs gefährdet. Über Wochen suchte der Verein Nachfolger für die Vorstandsarbeit und warb um neue Ehrenamtliche.

Mit der Wahl des neuen Vorstandes können sich die bisherigen Verantwortlichen Reinhard Merkschien, Hans-Jürgen Jülich und Nicole Deitmerg wie geplant aus der ersten Reihe zurückziehen.

Neue Fahrer und neue Aufgaben

Die Neubesetzung des Vorstandes hat nach Angaben des Vereins auch personelle Folgen für den Fahrbetrieb. Drei Interessenten, die sich bereits als Fahrer gemeldet hatten, können nun in das Fahrerteam aufgenommen werden. Derzeit zählt dieses zwölf Mitglieder, von denen allerdings zwei im Herbst altersbedingt ausscheiden.

Fahrgastzahlen bleiben größte Herausforderung

Mit der erfolgreichen Vorstandswahl sind die Probleme des Vereins jedoch nicht gelöst. Nach Angaben des scheidenden Vorstandssprechers Reinhard Merkschien bereiten vor allem die rückläufigen Fahrgastzahlen Sorgen. Deshalb wird der Fahrplan zum 1. September angepasst. Der Schülerverkehr entfällt künftig vollständig, außerdem werden die erste und die letzte Fahrt jedes Betriebstages gestrichen. Gleichzeitig prüft der Verein gemeinsam mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft weitere Möglichkeiten, darunter ein On-Demand-Angebot.

Bürgermeister wirbt für Nutzung

Bürgermeister Uwe Schmalenbach bezeichnete den Bürgerbus als wichtiges Mobilitätsangebot für die Gemeinde und rief insbesondere ältere Bürger dazu auf, den Service weiterhin zu nutzen. Der Fortbestand des Vereins sei zunächst gesichert. Ob das Angebot langfristig bestehen kann, hängt jedoch weiterhin davon ab, dass sich weitere Ehrenamtliche engagieren und mehr Fahrgäste den Bürgerbus nutzen.