Eine 72-jährige Frau aus Halver ist am Fronleichnams-Feiertag, 4. Juni, Opfer eines perfiden Telefonbetrugs geworden.
Am Morgen meldete sich ein Mann telefonisch bei der Seniorin und gab sich als Mitarbeiter ihrer Bank aus. Er fragte, ob sie eine Überweisung über 500 Euro veranlasst habe. Als die Frau dies verneinte, leitete der Anrufer das Gespräch angeblich an einen „Techniker“ weiter.
Dieser versprach, das Geld zurückzuholen, und forderte die 72-Jährige auf, ein Foto ihrer Bankkarte sowie die dazugehörige PIN zu übermitteln. Die Frau kam dieser Aufforderung nach.
Zweifel kommen zu spät
Erst später kamen der Halveranerin Zweifel. Eine Verwandte kontaktierte daraufhin die Bank. Die Hotline dort versicherte, dass es grundsätzlich keine solchen Anrufe seitens der Bank gebe - aber inzwischen sei tatsächlich eine hohe Geldsumme von dem Konto der Seniorin abgebucht worden.
Polizei warnt vor Masche
Die Polizei betont, dass Banken hohe Sicherheitsmechanismen vorhalten müssen, um Fremdzugriffe zu verhindern. Der Unsicherheitsfaktor Mensch lasse sich dabei jedoch nicht gänzlich ausschalten, sodass es immer wieder zu solchen Betrugsfällen komme: „Denn die Täter können sich am Telefon oder in Messenger-Diensten als beliebige Personen ausgeben, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.“
Die Ermittler raten dringend, am Telefon oder im Internet keine vertraulichen Informationen preiszugeben. Dazu zählen insbesondere PIN, TAN oder Angaben zu Vermögensverhältnissen und Bankverbindungen. Wer dennoch Opfer eines solchen Betrugs wird, sollte umgehend das Konto sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.










