Am Sonntag, 8. März, ist Weltfrauentag. In zahlreichen Städten finden Aktionen rund um den Tag statt, im Bundesland Berlin ist er seit 2019 sogar gesetzlicher Feiertag. Rund um den Tag hat die Gesamtschule Kierspe die Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland" an die Schule geholt, um die Schüler zu sensibilisieren.
Einen Monat zugänglich
Die Ausstellung wird über die "Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" zum größten Teil von der Bundesregierung finanziert und umfasst neben Plakaten zu jedem Thema auch Video- und Audiodateien. Insgesamt einen Monat, vom 13. Februar bis zum 13. März, ist die Ausstellung für die Schüler zugänglich.
„Dieses Projekt ermöglicht es den Schülern, in die Vergangenheit einzutauchen“, macht Alican Sevim deutlich. Er ist didaktischer Koordinator an der Gesamtschule Kierspe und freut sich über die Ausstellung: „Wir finden es toll, dass Frau Miebach und Frau Krüper sowie die Schüler des Geschichts- und Sozialwissenschafts-Leistungskurse sich dem Thema angenommen haben.“
Ausstellung bewusst zum Weltfrauentag organisiert
Lehrerin Lea Krüper erklärt: „Uns war es besonders wichtig, dass der Weltfrauentag in dem Zeitraum liegt, damit die Ausstellung einen Bezug zur Lebensrealität der Schüler hat." Ihre Kollegin Sara Miebach ergänzt: „Sind wir heute wirklich so viel fortschrittlicher als damals? Nein, die DDR hatte ein sehr modernes Abtreibungsgesetz zum Beispiel.“
Unterfüttert wurden die Plakate mit zahlreichen zeitgenössischen Ausstellungsstücken, die den für die Ausstellung reservierten Raum in eine Art Museum verwandelten. Historische Karten, alte Sessel und Kleidung. Besonderes Highlight: Eine Lehrerin, die aus der DDR geflohen ist, stellt einige Sachen von früher ebenfalls zur Verfügung.
Die Schüler der Geschichts- und Sozialwissenschafts-Leistungskurse werden in besonderem Maße in das Projekt eingebunden. Sie übernehmen Führungen für andere Schüler. Ab der achten Klasse steht das Projekt den anderen Schülern offen, die im Klassenverbund die Ausstellung besichtigen können. Über Tablets oder Handys erhalten Sie mittels QR-Code die Videos und Lieder direkt auf ihr Handy, um sie passend zum jeweiligen Plakat anzuhören.
Mit der Ausstellung möchte die Schule laut Sevim passend zum Weltfrauentag sensibilisieren: „Wichtig ist, dass die Schüler merken, dass das, was heute selbstverständlich ist, nicht immer so war.“










