Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn ist im März leicht gesunken. Insgesamt waren 19.009 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 45 Personen weniger als im Februar (-0,2 Prozent), aber 131 mehr als im Vorjahresmonat (+1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 8,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonat. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt fiel der Rückgang geringer aus, bei Jugendlichen und Personen, die aus Erwerbstätigkeit arbeitslos wurden, stieg die Zahl sogar.

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„Die schwache Konjunktur zeigt zunehmend Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis. Zwar bleibt die Beschäftigung insgesamt stabil, aber die Dynamik lässt nach. Internationale Konflikte und steigende Energiekosten sorgen zusätzlich für Verunsicherung bei den Unternehmen und bremsen die weitere Entwicklung. Das zeigt sich auch daran, dass weniger neue Stellen gemeldet werden und gleichzeitig mehr Menschen aus Beschäftigung arbeitslos werden“, sagt Sebastian Unkhoff, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Iserlohn.

Die Unterbeschäftigung lag im März bei 23.089 Personen und sank sowohl gegenüber dem Vormonat (-53 Personen) als auch im Vergleich zum Vorjahr (-510 Personen). Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) waren 6355 Menschen arbeitslos gemeldet, im SGB II (Jobcenter) 12.654. 67 Prozent der Arbeitslosen wurden durch Jobcenter betreut.

Im März meldeten sich 3024 Personen arbeitslos, davon 1168 direkt aus Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 3061 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 959 davon durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Unternehmen melden weniger offene Stellen

Unternehmen meldeten 641 neue Stellen, das sind 70 mehr als im Februar, aber 82 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren 3391 offene Stellen registriert. Schwerpunkte lagen unter anderem in den Bereichen wirtschaftliche Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Baugewerbe.

In der Grundsicherung sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vergleich zum Vorjahr um 538 auf 17.284. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten lag bei 23.630 und damit 793 unter dem Vorjahreswert.

„Trotz der schwierigen arbeitsmarktlichen Lage im Märkischen Kreis gelingt es weiterhin insbesondere geflüchteten Menschen, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen“, sagt Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis.

Insgesamt stabile Lage

Die aktuellen Zahlen zeigen eine insgesamt stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis mit nur geringen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig deuten die geringere Dynamik, steigende Zugänge aus Erwerbstätigkeit und rückläufige Stellenmeldungen auf eine Abschwächung der Entwicklung hin. In der Grundsicherung setzt sich hingegen der rückläufige Trend fort.