Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn hat sich im Juni kaum verändert. 18.563 Menschen waren ohne Beschäftigung gemeldet – vier mehr als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 121 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 8,3 Prozent.

Überregionale Nachrichten

Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit zeigt sich der Arbeitsmarkt derzeit etwas stabiler. Agenturchef Sebastian Unkhoff sieht zwar eine leichte Entspannung im Bereich der Arbeitslosenversicherung, warnt jedoch vor zu viel Optimismus. Die wirtschaftliche Unsicherheit sei insbesondere in der vom verarbeitenden Gewerbe und der Automobilzulieferindustrie geprägten Region weiterhin groß. Weitere Personalanpassungen in den kommenden Monaten seien deshalb nicht ausgeschlossen.

Sebastian Unkhoff, Chef der Agentur für Arbeit Iserlohn
Foto: Agentur für Arbeit Iserlohn

Die Unterbeschäftigung ging im Juni leicht zurück. Sie lag bei 22.561 Personen und damit 112 unter dem Wert des Vormonats. Gegenüber Juni 2025 ergibt sich ein Rückgang um 517 Personen.

Von den insgesamt 18.563 Arbeitslosen wurden 6036 von der Agentur für Arbeit und 12.527 vom Jobcenter betreut. Rund zwei Drittel aller Arbeitslosen fallen damit in den Bereich der Grundsicherung.

Im Juni meldeten sich 2660 Menschen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 2648 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 810 von ihnen durch die Aufnahme einer Beschäftigung.

Fachkräfte sind weiterhin gefragt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt unter dem Vorjahresniveau. Im Juni gingen 664 neue Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit ein – acht weniger als im Mai und 99 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt waren zuletzt 3364 offene Stellen gemeldet. Vor allem Fachkräfte im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel sowie im Baugewerbe sind gefragt.

Auch beim Jobcenter setzt sich der leichte Rückgang der Leistungsbeziehenden fort. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank innerhalb eines Jahres auf 17.143. Aktuell beziehen 23.367 erwerbsfähige Menschen Bürgergeld – 671 weniger als im Vorjahresmonat.

Jobcenter-Geschäftsführerin Anna Markmann verweist darauf, dass viele Betriebe weiterhin Fachkräfte suchen. Gleichzeitig bleibe es schwierig, Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung dauerhaft in Arbeit zu vermitteln. Deshalb setzt das Jobcenter weiterhin auf Weiterbildung, die Förderung junger Menschen beim Einstieg in eine Ausbildung sowie Zuschüsse für Arbeitgeber bei der Einarbeitung neuer Beschäftigter.