"Einen klassischen Jahresrückblick kann ich nach sechs Tagen im Dienst noch nicht bieten", scherzte Marc André Kahlert zu Beginn seiner kurzen Rede. Bilanz wurde vom Löschzug Hülscheid im Rahmen des Jahresdienstappells am Samstag, 14. Februar, trotzdem gezogen.

Kahlert bedankte sich für das Vertrauen, das ihm und seinem Stellvertreter Matthias Höfer durch die Wahl zur Wehrleitung entgegengebracht wurde — und bat gleichzeitig die Kameraden um "ein wenig Geduld, wir befinden uns noch in der Einarbeitungsphase", wie er scherzhaft hinzufügte. Sein Dank galt außerdem der Verwaltung und Fachbereichsleiterin Silvia Gonzalez Algaba, die ihnen "seit November den Einstieg erleichtert hat."

Dem geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Spormecke steht Kahlert positiv gegenüber, wie er betonte: "Wir reden hier nicht über einen Prestigebau, sondern vielmehr über die Schaffung eines modernen Gerätehauses, das alle Anforderungen erfüllt." Besonders hob er außerdem in seiner Rede die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Löschzügen hervor — auch über Schalksmühles Ortsgrenze hinaus: "Der Großbrand in Everinghausen hat uns gezeigt, wie wichtig der Zusammenhalt zwischen den Feuerwehren ist." Im Einsatz waren in der Nacht zum 19. Dezember des vergangenen Jahres nicht nur die Feuerwehr Schalksmühle, sondern auch die Feuerwehren aus Halver, Breckerfeld und Meinerzhagen.

"Eure Arbeit ist sprichwörtlich unbezahlbar"

"Den einen oder anderen von euch kenne ich schon etwas länger", scherzte Bürgermeister Christian Breddermann. Und dankte für das Engagement der Einsatzkräfte: "Eure Arbeit ist sprichwörtlich unbezahlbar — die wir, gerade in Zeiten knapper Haushaltkassen, auch nicht bezahlen könnten, wenn wir es müssten." Und auch die Alters- und Ehrenabteilung hob er hervor: "Es freut mich sehr, dass ihr der Feuerwehr auch nach Ende eurer Dienstzeit noch erhalten bleibt. Allein für euch wird sich der Bau eines Aufzuges im neuen Feuerwehrgerätehaus bezahlt machen."

Die Wahl von Marc André Kahlert und Matthias Höfer hält er für eine gute Entscheidung - und bat die Kameraden darum, dem neuen Führungsduo "volles Vertrauen entgegenzubringen". Und auch die Verwaltung, führte er aus, habe "immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr." Übrigens kam der Bürgermeister nicht mit leeren Händen zum Jahresdienstappell: "Weil Fässer mehr sagen als Worte, habe ich genau so eines mitgebracht."

Stehende Ovationen für Kersenbrock und Bühren

Die bisherige Wehrleitung, bestehend aus Dirk Kersenbrock und Olaf Bühren, wurde mit langem Applaus und Geschenken verabschiedet. Beide bleiben der Schalksmühler Feuerwehr erhalten und werden in ihre ursprünglichen Löschgruppen nach Hülscheid und Winkeln zurückkehren. Dirk Kersenbrock wird darüber hinaus weiterhin die Brandschauen durchführen.

Insgesamt wurde die Löschgruppe Hülscheid im vergangenen Jahr zu 38 Einsätzen gerufen, die Gesamtstärke bei den Einsätzen betrug 556 Kameradinnen und Kameraden. Geleistet wurden insgesamt 941 Stunden, im Durchschnitt waren pro Alarmierung 14 Einsatzkräfte im Einsatz. Zusammen mit den Lehrgängen war die Löschgruppe Hülscheid damit 9681 Stunden im Einsatz.

Beförderungen und Ehrungen

Zum Oberfeuerwehrmann wurde Claas Christian Brilla, zum Unterbrandmeister Jona Philipp Hagen, Jona Peter Nockemann und Robin Neumann befördert. Frederik Gesen übernimmt ab sofort das Amt des Jugendfeuerwehrwarts. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber erhielten Michael Holthaus und Marc André Kahlert, das Ehrenzeichen in Gold mit Kranz bekam Axel Münster überreicht.