Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass erneut vor betrügerischen Geldanlagen im Internet. Ein Ehepaar aus Plettenberg hat nach Angaben der Polizei in den vergangenen Wochen wahrscheinlich einen hohen Geldbetrag verloren. Die Täter erhielten offenbar Zugriff auf den Computer und die Konten der Geschädigten und nahmen zahlreiche Abbuchungen vor.
Das Ehepaar hatte zunächst in der Hoffnung auf Gewinne eine höhere Summe investiert. Die versprochene Auszahlung blieb jedoch aus. Stattdessen verlangten die mutmaßlichen Betrüger weitere hohe Beträge, angeblich für Zahlungen an das Finanzamt und für die weitere Bearbeitung. Die Plettenberger überwiesen auch diese Summen.
Wie die Täter anschließend Zugriff auf den Computer und die Konten des Ehepaars erhielten, ist nach Angaben der Polizei nicht genau geklärt. Offenbar konnten sie danach selbstständig über das Geld verfügen und verursachten einen weiteren hohen Schaden. Auf Anraten ihrer Bank erstatteten die Geschädigten schließlich Anzeige. Die betroffenen Konten wurden gesperrt, die Polizei ermittelt.
Betrug beginnt häufig mit kleinen Beträgen
Nach den Erfahrungen der Polizei beginnen solche Fälle häufig mit einer vergleichsweise kleinen Investition von etwa 250 Euro. Anschließend versuchten die Täter, ihre Opfer zu immer höheren Zahlungen zu bewegen. Wenige Tage später könnten auf diese Weise bereits mehrere Tausend Euro verloren sein. Auch zusätzliche Forderungen für angebliche Gebühren oder Steuern seien für diese Betrugsmasche typisch.
Die Polizei warnt insbesondere vor Angeboten, die hohe Gewinne versprechen. Interessenten sollten unabhängig vom Anbieter Informationen über das jeweilige Unternehmen einholen und sich beraten lassen. Ein professionell gestalteter Internetauftritt sei kein Beleg dafür, dass ein Anbieter seriös arbeitet. Betrüger missbrauchten zudem Namen bestehender Firmen oder verwendeten leicht veränderte Unternehmensbezeichnungen.
Keinesfalls sollten fremde Personen Zugriff auf Computer erhalten. Die Polizei warnt zudem davor, persönliche Angaben wie Ausweisnummern oder Informationen über vorhandenes Vermögen weiterzugeben. Angebliche Wertzuwächse auf einem Online-Konto sollten nicht dazu verleiten, weitere Beträge einzuzahlen.
Besondere Vorsicht gilt nach Angaben der Polizei auch bei Ausweiskopien. Einmal verschickte Dokumente könnten noch Jahre später für weitere Betrugsdelikte missbraucht werden. Ebenso sollten Betroffene kein fremdes Geld über ihre eigenen Konten weiterleiten. Dadurch könnten sie selbst in den Fokus von Ermittlungen geraten; zudem könnten andere Geschädigte Ansprüche gegen sie geltend machen.
Wer bereits Geld überwiesen oder den Zugriff auf ein Konto ermöglicht hat, sollte nach Empfehlung der Polizei Anzeige erstatten und betroffene Konten möglichst schnell sperren lassen.









