Mit der Freigabe der Rahmedetalbrücke endete Mitte Dezember deutlich schneller als geplant eine lange Phase voller Umwege und Einschränkungen für die Menschen in Südwestfalen. Mit der Eröffnung endet auch ein Kreditprogramm des Landes NRW, das betroffene kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und freiberuflich tätige Menschen in Anspruch nehmen konnten.
Dazu heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie: Die Sperrung traf Menschen und Wirtschaft in Südwestfalen schwer. Ob in Lüdenscheid, Plettenberg oder Werdohl, ob im verarbeitenden Gewerbe, dem Kfz- oder dem Baugewerbe: Viele Betriebe kämpften mit längeren Lieferwegen, höheren Kosten und Umsatzeinbußen. Das Land Nordrhein-Westfalen stand ihnen finanziell zur Seite, um die Folgen dieser herausfordernden Zeit abzumildern: 176 Unternehmen nahmen den „NRW.BANK.Universalkredit A45“ in Anspruch, rund 61 Millionen Euro an Förderdarlehen flossen – davon nahezu elf Millionen Euro als Tilgungsnachlässe aus Landesmitteln.
Niedrige Zinsen und Tilgungsnachlass
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sagt dazu: „Die Sperrung war für Menschen und Unternehmen in Südwestfalen eine Zumutung – wirtschaftlich, logistisch und menschlich. Die Landesregierung hat in dieser schweren Zeit gehalten, was sie versprochen hat: Wir haben nicht nur Tempo beim Wiederaufbau gemacht, wir unterstützten auch unbürokratisch, damit Unternehmen in dieser schweren Zeit handlungsfähig bleiben. Das zeigt: Wenn Nordrhein-Westfalen zusammenhält, sind wir auch in Krisenzeiten stark.“
Seit März 2022 konnten betroffene kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und freiberuflich tätige Menschen den „NRW.BANK.Universalkredit A45“ in Anspruch nehmen. Das Besondere: Das Darlehen verband niedrige Zinssätze mit einem Tilgungsnachlass von bis zu 20 Prozent bzw. 100.000 Euro pro Betrieb. Mit der Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke Mitte Dezember 2025 endet nun auch das Kreditprogramm.
In der Mitteilung wird auch NRW.BANK-Vorstandsvorsitzende Gabriela Pantring zitiert. Sie sagt: „Mit unserem Förderprogramm haben wir gezielt auf die außergewöhnliche Belastung für Südwestfalen reagiert. Mit der Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke kehrt für viele Unternehmen ein Stück Normalität zurück. Auch künftig stehen wir der Region als verlässliche Partnerin zur Seite.“






