Sommer, Sonne und jede Menge Wasser: Die Badesaison 2026 im Waldfreibad Herpine ist beendet. Mehr als 60.000 Besucher kamen in diesem Jahr in das Waldfreibad — damit blickt Geschäftsführer Phillipp Hutt auf die zweitbeste Saison in der Geschichte des Freibads zurück.

Bei 27 Grad und freiem Eintritt ging die Saison 2026 am Montag, 7. September, zu Ende. „Das ist ein schöner Abschluss“, sagt Hutt. Gleichzeitig kündige sich bereits der Wetterumschwung an: „Der Wetterbericht sagt, dass ab morgen wieder Herbst ist.“

Auch einige Familien nutzten das sommerliche Wetter noch einmal für einen Besuch. „Wir sind hier, weil es der letzte sonnig-warme Tag in diesem Jahr ist. Wir waren auch schon den ganzen Sommer über da“, erzählt eine Familie. Die Saisonkarte habe sich für sie auf jeden Fall gelohnt.

Zweitbeste Saison in der Geschichte

Mit dem Verlauf der Saison zeigt sich Hutt sehr zufrieden. Vor allem seit Juni habe das Wetter für gute Besucherzahlen gesorgt. „Bis Mitte August ging das Wetter kontinuierlich gut durch“, sagt Hutt. An einzelnen Tagen wurde es besonders voll: „An einem Tag waren sogar rund 4000 Besucher da.“

Für das Team bedeuten solche Spitzentage eine enorme Belastung. „Das war für uns natürlich sehr fordernd“, erklärt Hutt. Dass der Betrieb dennoch reibungslos aufrechterhalten werden konnte, sei vor allem dem engagierten Team zu verdanken. „Wir hatten tolle Leute, die uns unterstützt haben“, betont der Geschäftsführer. Der letzte vergleichbare Sommer sei 2018 gewesen. Damals habe allerdings bereits der Mai mit gutem Wetter überzeugt.

Rund 25 Mitarbeiter im Einsatz

Inzwischen besteht das Team der Herpine aus rund 25 Mitarbeitern. Die Geschäftsführung zeigt sich besonders dankbar für den Einsatz des Teams. Vor allem den Rettungsschwimmern und den Mitarbeitern im Kiosk gebühre Dank dafür, dass sie die herausfordernde Saison gemeinsam gemeistert hätten. Teilweise seien die Temperaturen im Kiosk neben der Fritteuse sogar noch kühler gewesen als draußen, erklärt er schmunzelnd.

Nach den besonders heißen Tagen habe man sich sogar über eine kleine Wetterflaute gefreut „Wenn es geregnet hat, haben wir unsere Kräfte zusammengesammelt und dann ging es wieder los“, erzählt Hutt. Auch die Wassertemperatur stieg im Sommer zeitweise deutlich an. Bis zu 29 Grad Celsius wurden gemessen. „Danach hatten wir konstant 20 Grad – das ist für mich die perfekte Wassertemperatur“, meint Hutt.

Heiße Tage bringen volle Becken – aber auch Herausforderungen

An den besonders heißen Tagen blieb kaum Zeit für zusätzliche Veranstaltungen. Gleichzeitig sei es schwierig, solche Angebote an weniger sommerlichen Tagen zu planen. „Wenn das Wetter nicht stimmt, kommt leider keiner. Wir sind sehr traurig, dass wir so etwas teilweise sogar mit freiem Eintritt veranstalten und dann kommen keine Menschen, weil es 20 Grad und Nieselregen sind“, erklärt Hutt.

Generell beobachte er seit Jahren ein ähnliches Muster bei den Besucherzahlen: Während die Herpine an extrem heißen Tagen aus allen Nähten platze, blieben viele Besucher bei angenehmen Temperaturen von etwa 25 Grad aus.

Hutt appelliert deshalb an die Besucher, sich nicht ausschließlich auf die Wettervorhersagen zu verlassen. „Die Leute sollten sich weniger stark auf ihre Wetter-App verlassen. In den meisten Fällen ist das Wetter hier viel besser als vorhergesagt“, sagt er.

Saison ohne größere Zwischenfälle

Trotz des großen Besucherandrangs verlief die Saison weitgehend ruhig. „Es ging in den allermeisten Fällen gesittet zu“, bilanziert Hutt. Dabei ziehe die Herpine längst nicht mehr nur Besucher aus Halver und der näheren Umgebung an.

„Es ist mittlerweile ein breites Spektrum an Besuchern, die zu uns kommen“, betont der Geschäftsführer. So habe beispielsweise eine Familie aus Hemer von dem Freibad gelesen und dafür eine Anfahrt von mehr als einer Stunde auf sich genommen.

Brings-Konzert als Highlight für 2027

Für die Saison 2027 steht bereits ein besonderes Ereignis fest: Die Herpine wird Veranstaltungsort für ein Konzert der Kölner Band Brings. „Das wird sicher ein Highlight werden“, sagt Hutt.