Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen haben im ersten Quartal deutlich mehr Passagiere abgefertigt als im Vorjahr. Das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichen sie nicht.

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Von den sechs großen Verkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Quartal 2026 rund 3,3 Millionen Passagiere gestartet. Das waren etwa 185.000 Fluggäste mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und entspricht einem Anstieg von 5,9 Prozent. Das teilt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mit.

Weiter unter dem Niveau von 2019

Trotz des Zuwachses liegen die Passagierzahlen weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im ersten Quartal 2019 waren noch rund 4,1 Millionen Menschen von den NRW-Flughäfen abgeflogen. Gegenüber diesem Vergleichszeitraum ergibt sich ein Rückgang von 19,6 Prozent.

Bundesweit zählten die Flughäfen zwischen Januar und März 2026 rund 20,6 Millionen Passagiere. Das waren 3,9 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Damit startete knapp jeder sechste gewerblich beförderte Fluggast in Deutschland von einem der großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen. Der Anteil lag bei 16,2 Prozent.

Flughafen Weeze wächst am stärksten

Während der Flughafen Paderborn/Lippstadt im Vergleich zum Vorjahresquartal 37,7 Prozent weniger Passagiere zählte und Dortmund ein Minus von 3,2 Prozent verzeichnete, legte der Flughafen Niederrhein in Weeze mit einem Plus von 15,2 Prozent am stärksten zu. Der Flughafen Düsseldorf, über den mehr als die Hälfte aller NRW-Passagiere reisten, steigerte sein Aufkommen um 7,3 Prozent.

Auslandsflüge dominieren weiter

Rund 91 Prozent der Fluggäste starteten im ersten Quartal 2026 zu Zielen im Ausland. Die Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen ging dagegen erneut leicht zurück und lag deutlich unter dem Niveau von 2019.

Mehr Flüge in den Nahen Osten

Die Zahl der Passagiere mit Direktflügen in den Nahen Osten stieg um 2,8 Prozent. Besonders stark wuchsen die Verbindungen nach Zypern, Jordanien und Saudi-Arabien. Deutliche Rückgänge verzeichneten dagegen der Irak, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.