Im Mittelpunkt des 24. Runden Tisches „Willkommen in Südwestfalen“ in Siegen stand die Frage, wie internationale Fachkräfte, Auszubildende und Studierende langfristig für die Region Südwestfalen gewonnen und gebunden werden können. Vertreter aus kommunaler Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing diskutierten hierzu aktuelle Herausforderungen sowie strategische Ansätze der Fachkräftesicherung.
„Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ als zentrales Projekt
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“. Projektleiterin Saskia Haardt-Cerff stellte die digitale Plattform vor, über die Unternehmen kostenfreie Angebote zur Steigerung ihrer Arbeitgeberattraktivität und Sichtbarkeit nutzen können.
Ergänzend wurde das neue Format „Azubi-Sommerhaus Südwestfalen“ vorgestellt. Im Juni 2026 sollen zwölf Auszubildende für mehrere Tage in ein gemeinsames Haus am Biggesee einziehen und über Social-Media-Inhalte Einblicke in Ausbildung und Arbeitswelt der Region geben, wie die Südwestfalen Agentur mitteilt.
Parallel dazu wurde das Folgeprojekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen PLUS – Global Connect“ präsentiert. Dieses zielt darauf ab, regionale Strukturen für die internationale Fachkräftegewinnung weiter auszubauen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.
Internationale Pflegeausbildung als Modellprojekt
Im Gespräch hob der Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen, Tristan Vitt, die Bedeutung der Fachkräftesicherung als zentrales Zukunftsthema hervor. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung spiele insbesondere die überregionale Sichtbarkeit der Region eine entscheidende Rolle für die Gewinnung von Studierenden und Fachkräften.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte auch die Internationale Pflegeschule Siegen des Kreis Siegen-Wittgenstein. Koordinatorin Alexandra Schneider-Joppich und Leiter Uwe Mayenschein stellten die Entwicklung des seit 2023 laufenden Programms vor. Demnach gingen bislang mehr als 2.800 Bewerbungen aus dem Ausland ein. Aktuell nehmen über 100 Auszubildende aus 17 Nationen teil.
Ergänzend stellte das International Office der Universität Siegen das Programm FIT (Forging International Talents) vor. Dieses unterstützt die mehr als 1600 internationalen Studierenden beim Übergang in den regionalen Arbeitsmarkt und soll deren Bindung an die Region stärken.
Offener Austausch zu regionalen Entwicklungsthemen
Im offenen Diskurs tauschten sich die Teilnehmer zu zahlreichen weiteren Themen aus, darunter die Attraktivierung von Innenstädten, digitale Stadtgutscheine zur Belebung des lokalen Einzelhandels sowie neue Ideen zur Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung. Der nächste Runde Tisch findet am 7. Oktober in Arnsberg statt.







