Anhaltende Wärme und lange Trockenperioden setzen auch den Pflanzen in der Region zu. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie Gartenbesitzer ihre Pflanzen durch trockene Sommer bringen und gleichzeitig Wasser sparen können.
„Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür“, sagt Bernhard Oberle, Umweltberater der Verbraucherzentrale NRW in Iserlohn. Wer auf hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen setzt und bewusst gießt, kann Wasser sparen und den Garten auch bei hohen Temperaturen grün halten.
Trockenheitsverträgliche Pflanzen wählen
Viele heimische und mediterrane Pflanzen kommen mit längeren Trockenperioden zurecht. Tiefwurzelnde Stauden, Gehölze und Bäume benötigen nach dem Anwachsen häufig weniger Wasser und bieten gleichzeitig Lebensräume für Insekten.
Als geeignete heimische Pflanzen nennt die Verbraucherzentrale unter anderem Apfel-Rose, Adonisröschen, Blut-Storchschnabel, Eingriffeliger Weißdorn und Scharfer Mauerpfeffer.
Lieber selten und gründlich gießen
Beim Bewässern gilt: lieber ein- bis zweimal pro Woche gründlich gießen als täglich kleine Mengen. So werden die Pflanzen angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden.
Gartenbesitzer können durch einen Blick in die tieferen Bodenschichten feststellen, ob gegossen werden muss. Ist der Boden dort noch feucht, können Gartenbesitzer warten. Am besten gießen Gartenbesitzer morgens oder abends, um die Verdunstung zu reduzieren. Wenn möglich, sollten Gartenbesitzer gesammeltes Regenwasser nutzen.
Bei Trockenheit sollten Gartenbesitzer zunächst Büsche, Sträucher und Bäume bewässern. Gartenbesitzer können meist auf den Rasen verzichten, da er Trockenperioden in der Regel übersteht und nach Regen von selbst wieder grün wird.
Boden vor dem Austrocknen schützen
Eine Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder Laub schützt den Boden und verringert die Verdunstung. Auch Bodendecker und dicht bepflanzte Beete helfen, Feuchtigkeit zu speichern.
Humusreiche Böden können Wasser besonders gut speichern. Gartenbesitzer können den Humusgehalt beispielsweise durch Kompost erhöhen. Gartenbesitzer können auch Wildkräuter im Dürresommer dulden, da sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten darstellen.










