Die Verwaltung hat am Montagabend, 12. Oktober, das Thema Windenergie überraschend von der Tagesordnung des Rates genommen. Dabei geht es um insgesamt acht geplante Anlagen im Westen des Stadtgebiets – jeweils vier nahe Anschlag und Schwenke.

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Hinter den geplanten Beschlüssen stecken Aufstellungspläne, die den Investoren Mark-E und AVU die Grundlage für weitere Prüfungen und Detailplanungen liefern sollen. Es gebe jedoch noch Informations- und Gesprächsbedarf mit der Bürgerschaft, begründete Bürgermeister Armin Kibbert den Schritt.

Er kündigte an, das Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung erneut aufzurufen. Der Fachausschuss tagt am Mittwoch, 2. Dezember, um 17 Uhr im Besprechungsraum der Feuerwehr Stadtmitte an der Thomasstraße.

Eine Reihe betroffener Bürger war gezielt wegen dieser Tagesordnungspunkte in die Ratssitzung gekommen. Einige von ihnen nutzten die Fragestunde zu Beginn, um ihre Bedenken vorzutragen. Die Beschlussvorlage sei angesichts der Tragweite „knapp und kompliziert“, kritisierte eine Anwohnerin aus Hagebüchen. Zudem merkte sie an, dass mit dem Regionalplan das Teilflächenziel bereits erreicht sei – die Änderung des Flächennutzungsplans für die neuen Windräder sei damit „eine freiwillige Entscheidung der Stadt“.

Im Dezember erneut Thema im Fachausschuss

Bereits in der vorangegangenen Sitzung des Fachausschusses am 30. Oktober wurde das Thema kontrovers diskutiert. Damals stimmte der Ausschuss mit acht Stimmen von SPD, Grünen und UWG für die Vorlage; CDU und AfD lehnten das Projekt mit sechs Stimmen ab.

Vereinbart wurde, zur kommenden Ausschusssitzung einen Vertreter des Märkischen Kreises einzuladen – insbesondere zur Frage, ob Halver das Flächenbeitragsziel bereits erfüllt hat und damit wieder eigene Steuerungsmöglichkeiten besitzt.