Erst wurde der Moorhahn erlegt, anschließend ging es auf Grenzbegehung: Der Schützenverein Blau-Weiß Sundhelle pflegte am Samstag, 10. Oktober, gleich zwei seiner Traditionen. Neue Moorhahnkönigin ist Gabriele Klages. Sie holte den Spaßvogel mit dem 251. Schuss von der Stange.

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Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren der Einladung des Vorsitzenden Frank Posdena gefolgt. Ab 12 Uhr stand zunächst das traditionelle Moorhahn-Schießen auf dem Programm. Der Spaßvogel war in diesem Jahr von Ben Patry entworfen und gebaut worden. Er hatte ihm den Namen „Moortruthahn“ gegeben.

Beim Schießen sicherte sich Susanne Stahlschmidt mit dem 34. Schuss die weiße Feder. Justin Barkam holte mit dem 55. Schuss den linken Fuß, Jörg Roch mit dem 76. Schuss den rechten Fuß. Die blaue Feder fiel durch den 133. Schuss von Ekkehard Arnoldi. Ben Patry, der Erbauer des Vogels, sicherte sich mit dem 176. Schuss den Hut.

Den entscheidenden Treffer landete schließlich Gabriele Klages. Mit dem 251. Schuss brachte sie den Moortruthahn zu Fall und sicherte sich damit den Titel der Moorhahnkönigin 2026.

Vorsitzender sorgt sich um den Erhalt der Traditionen

Neben dem geselligen Beisammensein ging es den Sundheller Schützen vor allem darum, das Vereinsleben und die überlieferten Bräuche zu pflegen. Vorsitzender Frank Posdena sieht deren Zukunft allerdings nicht ohne Sorge.

„In der heutigen Zeit wird es zunehmend schwieriger, Leute zu motivieren, um solche Veranstaltungen zu besuchen“, erklärte er. Das Freizeitangebot sei groß, jeder könne aus zahlreichen Möglichkeiten wählen. Dabei bestehe die Gefahr, dass traditionelle Veranstaltungen zunehmend an Bedeutung verlieren.

„Plötzlich wundert man sich, wenn etwas einfach nicht mehr da ist. Das ist schade“, sagte Posdena.

Grenzsteine rund um das Schützenheim kontrolliert

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit brachen die Teilnehmer unter der Führung des Vorsitzenden zum Schnadegang auf. Bei der traditionellen Grenzbegehung kontrollierten sie die Grenzsteine und erkundeten die vereinseigenen Grundstücke rund um das Schützenheim.

Damit soll auch das Wissen um die Grundstücksgrenzen des Vereins an die Mitglieder weitergegeben und bewahrt werden.

Nach der Grenzbegehung ließen die Sundheller Schützen den Tag in geselliger Runde ausklingen. Bei Kaffee, Torten und Speisen vom Grill bot sich Gelegenheit für Gespräche und gemeinsames Feiern.