Eine neue Variante der sogenannten „Hallo-Mama“-Betrugsmasche kursiert in Halver. Ein Vorstandsmitglied eines Halveraner Vereins erhielt eine SMS, die angeblich von einem Vorstandskollegen stammte.
Ähnlich wie bei der bekannten Masche erklärte der Absender, er habe seine Telefonnummer beziehungsweise sein Handy wechseln müssen und könne daher selbst keine dringende Banküberweisung tätigen. Der Halveraner kam der Bitte nach und überwies den geforderten Betrag. Den Betrug bemerkte der Mann erst im Nachhinein. Am Dienstag, 14. April, erstattete er Anzeige bei der Polizei.
Polizei warnt vor gezielten Täuschungsversuchen
Die Polizei mahnt erneut zur Vorsicht: Digitale Medien bieten Betrügern zahlreiche Möglichkeiten, an Informationen zu gelangen. Während klassische „Hallo-Mama“-Nachrichten häufig wahllos an viele Empfänger verschickt werden, nutzen Täter zunehmend öffentlich zugängliche Daten – etwa aus sozialen Netzwerken oder von Internetseiten von Vereinen und Unternehmen, um gezielt Vertrauen zu erschleichen. Die Polizei rät, sparsam mit persönlichen Daten umzugehen und Privatsphäre-Einstellungen bewusst zu wählen. Messenger-Dienste sollten so eingestellt sein, dass nur gespeicherte Kontakte das eigene Profil einsehen können.
Grundsätzlich gilt: Am Telefon, per Messenger oder SMS kann sich jeder als jemand anderes ausgeben. Spätestens bei Aufforderungen zu schnellen Geldüberweisungen ist besondere Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, den Absender zu überprüfen – etwa durch einen Rückruf unter der bekannten, bereits gespeicherten Nummer. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte umgehend Anzeige erstatten und sich sofort an seine Bank wenden. In manchen Fällen lassen sich Überweisungen noch stoppen oder rückgängig machen. Zudem empfiehlt die Polizei, Chatverläufe als Beweismittel zu sichern.








