In diesem Jahr bewerben sich neun Künstlerinnen und Künstler um den Ida Gerhardi Förderpreis. Wie in jedem Wettbewerbsjahr stehen alle Positionen exemplarisch für die aktuelle deutsche Kunstszene – exemplarisch für ästhetische Vielfalt, für gegenwärtige Diskurse und künstlerische Perspektiven.
Aktuellste Positionen der zeitgenössischen Kunst, die sonst nur bei den sogenannten Rundgängen, den öffentlichen Abschlusspräsentationen der Absolventinnen und Absolventen in den Kunstakademien zu sehen sind, werden bis zum 6. Juli in den Räumen der Galerie gezeigt.
Die Künstlerinnen und Künstler, die von der Jury aus zahlreichen Bewerbungen ausgesucht und eingeladen wurden, ihre Werke zu präsentieren, sind:
Salomé Berger, Jaana Caspary, Jody Korbach, Ilsuk Lee, Simon Mehling (Preisträger IGP), David Mergelmeyer, Pablo Schlumberger, Jan-Luka Schmitz und Levan Svanishvili.
Erwähnenswert ist die Internationalität der Beteiligten, die unter anderem aus Südkorea, Georgien und der Schweiz kommen.
Allen Positionen ist gemeinsam, dass abstrakte oder gegenständliche Formelemente, malerische oder bildhauerisch-installative Kompositionen sowie kunsthistorische oder alltägliche Bezüge im Verhältnis zum eigenen bzw. zum Blickwinkel des Betrachters gesetzt werden. Darüber hinaus verbindet alle neun künstlerischen Ansätze das grundsätzliche Hinterfragen/Irritieren – sei es auf der ästhetischen Ebene etwa qua Wahrnehmungsverunsicherung oder gar im Thematisch-Inhaltlichen auf der gesellschaftlichen Ebene. In-Frage-Stellen, Verunsichern und somit Neu-Denken: Die im Katalog und der Ausstellung präsentierten Arbeiten zeigen die visuelle Kraft und die Notwendigkeit, der Realität mit den Mitteln der bildenden Kunst zu begegnen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Es wird eine Führungsgebühr von drei Euro erhoben.