Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Märkischer Kreis stellt zum 31. Mai seine Arbeit ein. Der Paritätische Märkischer Kreis begründet die Schließung mit kurzfristig geänderten Förderbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Seit mehr als sechs Jahren unterstützte das Kontaktbüro mit seinen Angeboten pflegende Angehörige und begleitete Selbsthilfegruppen im Märkischen Kreis. Nach Angaben des Trägers machen die neuen Förderrichtlinien eine Fortführung jedoch unmöglich.
"Bis zuletzt um eine Lösung gekämpft"
„Seit über einem Jahr stehen wir im Austausch mit dem NRW-Gesundheitsministerium und haben bis zuletzt um eine Lösung gekämpft“, erklärt Kreisgruppengeschäftsführer Horst Löwenberg. Die neue Richtlinie ab 1. Juni sehe zwar höhere Förderbeträge vor, verlange gleichzeitig aber andere Stellenanteile sowie eine geringere Qualifikation und Bezahlung der Mitarbeitenden.
Wie es mit den bislang begleiteten Gruppen weitergeht, befindet sich derzeit noch in Abstimmung. Der Paritätische Märkischer Kreis kündigt an, sich weiterhin für Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige einzusetzen.
Hintergrundinfo:
Zur Stärkung der Selbsthilfe pflegender Angehöriger fördern das Land NRW und die Landesverbände der Pflegekassen seit 2017 landesweit sogenannte Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe. Diese informieren Interessierte über bestehende Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige, begleiten sie in ihrer Arbeit und unterstützen die Gründung und den Aufbau neuer Selbsthilfegruppen. Der Paritätische NRW ist mit über 20 Standorten bisher der gößte Träger in NRW Träger solcher Kontaktbüros, die zum Auslaufen der aktuellen Förderperiode nun geschlossen werden müssen.








