Am Montag, 2. März, fand in Berlin das Demokratieforum statt. Eingeladen waren auch insgesamt 100 ehrenamtliche Bürgermeister - unter ihnen Harald Haböck, erster stellvertretender Bürgermeister der Volmegemeinde. Mit LokalDirekt hat er über seine Erfahrungen gesprochen.

"Schon die Einladung war eine große Ehre für mich", erklärt Harald "Harry" Haböck, "und darüber hinaus eine wahnsinnig spannende Erfahrung."

Am ersten Veranstaltungstag, so berichtet er weiter, fand das Demokratieforum statt - unter dem Motto "Zukunft möglich machen." Thematisiert wurden unter anderem die Demokratische Kommunikation vor Ort, robuste Kommunen und praxisorientierte Wege, um extremistischen Mandanten wirksam zu begegnen.

Außerdem wurde laut Haböck eine aktuelle aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung zur Situation und den Herausforderungen der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Deutschland vorgestellt. Während fast die Hälfte (49 Prozent) der befragten ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern mit den Rahmenbedingungen ihres Amtes insgesamt zufrieden sind, ist eine knappe Mehrheit (50 Prozent) hiermit unzufrieden.

Am darauffolgenden Dienstag, 3. März, empfing der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister - und dankte ihnen besonders für ihren Einsatz für das Gemeinwohl. "Es ist Ihre Haltung der zupackenden Zuversicht, die wir jetzt stärken und verbreiten müssen“, sagte der Bundespräsident. In vielen Städten und Gemeinden fehle das Geld, auch weil Bund und Länder den Kommunen immer mehr Aufgaben übertragen haben, ohne sie ausreichend zu finanzieren. "Sie alle halten die Fahne der Demokratie in den Kommunen hoch", erklärte der Bundespräsident.

"Der Bundespräsident ist ein sehr bodenständiger Mensch"

Auch Harry Haböck, hatte Gelegenheit, persönlich mit dem Bundespräsidenten zu sprechen. Erlebt hat er ihn als "sehr sympathischen, bürgernahen Bundespräsidenten, der sehr viel Verständnis für die Probleme der Kommunen hat und die finanzielle Situation kennt." Und auch die Volmegemeinde, so erklärt Haböck, sei dem Bundespräsidenten ein Begriff: "Er wusste sofort, wo es liegt, und fährt nach eigenen Angaben regelmäßig an der Gemeinde vorbei."

"Ohne meine Frau wäre das alles nicht möglich"

Harry Haböck selbst kann auf viele Jahrzehnte des ehrenamtlichen Engagements in der Gemeinde zurückschauen: bereits seit dem 1. November 1991 ist er aktives Ratsmitglied, auf Kreisebene vertritt er die UWG seit dem 1. März 2009, als erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Schalksmühle ist er seit dem 12. Dezember 2016 tätig. Und nicht nur das: auch im Bürgerbusverein engagiert er sich bereits seit dem Jahr 1988.

All das, so erklärt er im Gespräch mit LokalDirekt, sei ohne seine Ehefrau nicht möglich: "Ich kann diese Ämter seit so langer Zeit nur deshalb bekleiden, weil meine starke Marlis mir stets den Rücken freihält und mich immer unterstützt."