Auch wenn die verkehrsrechtliche Anordnung des Märkischen Kreises noch aussteht: Beim symbolischen Spatenstich auf dem Parkplatz an der Waldheimstraße strahlten die Vertreter der Stadt Kierspe, der beauftragten Unternehmen und die Sonne um die Wette. Insgesamt 1025 Haushalte sollen in den kommenden 12 Monaten mit schnellem Internet versorgt werden.

Insgesamt 15 Kilometer Schächte werden für den Ausbau der noch fehlenden Gebiete in Kierspe gegraben, erklärt Michael Menke von der Telekom während des Pressetermins am 29. August. "Wir rechnen mit einem Ausbauende im September 2026", fügte er, auf die Dauer der Arbeiten angesprochen, hinzu.

Auch Olaf Stelse freut sich: "Ich bin froh, dass wir das dann jetzt abhaken können. Breitbandmäßig sind wir dann gut abgedeckt und haben das Grundgerüst stehen für das, was in den kommendeen Jahren passieren kann." Er dankte vor allem den beteiligten Unternehmen für die Unterstützung und beschreibt, dass Kierspe nach Abschluss der Arbeiten "über eine flächendeckende schnelle und und leistungsfähige Breitbandversorgung verfügen" wird.

Beginnen werden die Arbeiten voraussichtlich ab dem 15. September im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße. Von dort geht es nordöstlich weiter in Richtung Am Krähnocken / Gartenstraße / Im Kämpken, Teile der Thingslindestraße, Bordinghauser Weg, Sankt-Hedwigs-Weg und angrenzende Gebiete. Zudem erschließt GlasfaserPlus auch den Höferhof und Teile der Padbergstraße sowie den Bereich Drosselweg / Amselweg / Rotkehlchenweg / Zaunkönigweg und Teile der Kölner Straße.

Im Rahmen des Ausbaus schließt das Unternehmen Penta Infrastructure, das den Ausbau im Auftrag der GlasfaserPlus durchführt, die anliegenden Häuser kostenlos an. Voraussetzung dafür ist lediglich ein Glasfaser-Tarif für die entsprechende Adresse, der Anbieter setzt sich dann mit dem Bauunternehmen in Verbindung. "Wenn die Bagger einmal weg sind, muss man die Kosten von aktuell rund 800 Euro selbst tragen", so Emre Yamralioglu, Regiomanager der Telekom.

Das Glasfaser-Infomobil der Telekom in Kierspe auf dem Hagebau-Parkplatz
Foto: Maximowitz

Einen Vertrag können die Kiersper zum Beispiel bis zum 5. September im eigens aufgestellten Telekom-Infomobil auf dem Hagebauparkplatz an der Kölner Straße 135 abschließen. Auch wenn die GlasfaserPlus ein Tochterunternehmen der Telekom und eines australischen Investitionsfonds ist, muss der Vertrag nicht mit der Telekom geschlossen werden. GlasfaserPlus betont, dass die Firma "ihr Netz allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung" stellt; der Telekom-Stand ist also nur eine Möglichkeit, vor Ort einen Vertrag abzuschließen.