Mit dem Geschichtspark Balve sind mehrere bedeutende historische Orte der Stadt künftig als gemeinsames Angebot erlebbar. NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach eröffnete das Projekt gemeinsam mit Vertretern des Fördervereins Luisenhütte, der Stadt Balve und des Märkischen Kreises.

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18 Stationen erzählen die Geschichte der Region

Der neue Geschichtspark verbindet die Luisenhütte, das Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA), die Balver Höhle, Schloss Wocklum sowie die umliegende Kulturlandschaft zu einem zusammenhängenden Geschichtsraum.

„Der Geschichtspark Balve zeigt, wie erfolgreiche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg funktionieren kann", sagte Landrat Ralf Schwarzkopf bei der Eröffnung an der Luisenhütte Wocklum.
Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Ein neu angelegter Themenwanderweg verbindet die historischen Orte miteinander und führt außerdem zur mittelalterlichen Wallburg auf dem Balver Burgberg. Insgesamt informieren 18 Stationen über die Geschichte der Region. Digitale Inhalte, die per QR-Code abrufbar sind, ergänzen das Angebot.

Rund 1,25 Millionen Euro Fördermittel

Grundlage des Projekts ist das Heimat-Zeugnis-Vorhaben „Geschichtspark Balve – Menschen, Orte, Heimat“, das bereits 2020 angestoßen wurde. Ein Jahr später übergab das Land Nordrhein-Westfalen den Förderbescheid. Insgesamt flossen mehr als 1,25 Millionen Euro in das Projekt. Nach pandemiebedingten Verzögerungen konnte es nun abgeschlossen werden.

„Der Geschichtspark Balve zeigt, wie aus engagierter kommunaler Arbeit, ehrenamtlichem Einsatz und Landesförderung ein Ort entsteht, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern erlebbar macht. Hier wird Heimat nicht erklärt, sondern zugänglich gemacht – für alle Generationen und mit einem modernen Blick auf unsere Wurzeln“, betont Ina Schnarrenbach, Heimatministerin.

Partner setzen auf gemeinsame Geschichte

Für den Förderverein Luisenhütte ist die Eröffnung ein wichtiger Meilenstein. Vorsitzender Jakob Graf von Landsberg-Velen erklärt: „Der Geschichtspark Balve ist kein klassisches Museumsprojekt, sondern ein Netzwerk aus Orten, das Geschichte in einen Zusammenhang bringt. Damit entsteht ein neuer Blick auf unsere Region und auf das, was sie geprägt hat und noch prägt.“

Auch Balves Bürgermeister Hubertus Mühling sieht in dem Projekt einen Mehrwert für Einheimische und Gäste. „Mit dem Geschichtspark machen wir unsere Geschichte sichtbarer und zugänglicher. Wir haben von Beginn an Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit mitgedacht“, erläutert Mühling.

Landrat Ralf Schwarzkopf betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Der Geschichtspark Balve zeigt, wie erfolgreiche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg funktionieren kann. Land, Kreis, Stadt und Vereine haben hier gemeinsam ein Projekt umgesetzt, das nicht nur einzelne Orte stärkt, sondern eine Region kulturell verbindet.“