Bei bestem Wetter lockte der Halveraner Herbst am 27. September rund 10.000 Besucher in die Innenstadt. Stadtmarketing-Vorsitzender Kristian Hamm zieht eine überwiegend positive Bilanz – und kündigt zugleich Veränderungen an: Der Flohmarkt soll wachsen, organisatorische Probleme sollen behoben und erfolgreiche Neuerungen wie die zentrale Bühne weiterentwickelt werden.

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Friedliches Fest mit rund 10.000 Besuchern

Schönstes Wetter begleitete den Halveraner Herbst – auch wenn es Kristian Hamm fast schon zu warm war. Seine Bilanz der Veranstaltung vom 27. September fällt fast durchweg positiv aus.

„Wir gehen von rund 10.000 Besuchern aus“, resümiert er. Besonders freut ihn, dass trotz der großen Menschenmenge alles friedlich blieb. An genau 141 Ständen konnten sich die Besucher mit Dekoartikeln, Honig, Kleidung, Gewürzen und vielem mehr versorgen. Viele Vereine boten an ihren Ständen wie schon in den vergangenen Jahren Getränke, Kuchen und Herzhaftes an.

„Das waren zwar etwas weniger Stände, als ursprünglich angemeldet wurden, aber der vorhandene Platz wurde dennoch komplett ausgefüllt“, freut sich Hamm über die Flexibilität der Standbetreiber.

Flohmarkt wird erweitert

Im vergangenen Jahr wurde erstmals versucht, auch einen Flohmarkt in den Halveraner Herbst zu integrieren. Der fiel damals noch recht überschaubar aus. In diesem Jahr wurde er bereits auf 30 Stände erweitert. „Für uns ist damit klar, dass der Flohmarkt, der im Übrigen keine Kooperation mit dem Werkhof darstellt, auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird“, sagt der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins. Gleichzeitig denkt er über eine räumliche Verlegung des Trödelbereichs nach.

„Auf der einen Seite war der Platz an der Villa Wippermann zwar ideal, auf der anderen Seite hätten die Verkäufer gern Stände, die sie auch mit dem Auto anfahren können, um ihre Ware nicht so weit herantragen zu müssen“, sagt Hamm. „Hier werden wir eine schöne Lösung finden.“

Organisationsteam will weitermachen

"Wir waren alle ehrenamtliche Helfer. Leute, die sich zum Teil vorher gar nicht gekannt haben. Und alle haben fachlich und menschlich so gut zusammengearbeitet, dass die ganze Vorbereitung einfach nur Spaß gemacht hat“, sagt Kristian Hamm. Diese Stimmung im Team sei ihm auch am Sonntag während des Halveraner Herbstes von den Besuchern mehrfach widergespiegelt worden.

„Das Ganze hat so viel Spaß gemacht, dass ich am Montag plötzlich regelrecht in ein Loch gefallen bin. Plötzlich klingelte das Telefon nicht mehr“, beschreibt er den Tag nach der großen Veranstaltung. Umso mehr freut es ihn, dass Menschen aus diesem Team nun auch Lust haben, im Vorstand des Stadtmarketings weiterzumachen und den Verein somit am Leben zu halten.

„Im November werden wir zu einer Jahreshauptversammlung einladen, auf der dann auch die Vorstandsposten, inklusive eines Geschäftsführers, besetzt werden können“, freut sich Hamm.

Kristian Hamm zieht eine positive Bilanz des diesjährigen Halveraner Herbstes.
Foto: Martin Büdenbender / LokalDirekt

Einführung einer schwarzen Liste

Trotz der Freude über ein gelungenes Fest reflektieren Hamm und sein Team auch die Probleme, die es rund um die Veranstaltung gegeben hat. So beklagten sich einige Standbetreiber darüber, dass die für sie vorgesehenen Standplätze bereits von anderen belegt waren, als sie selbst zum Aufbau ankamen.

Der Vorsitzende des Stadtmarketings erklärt solche Pannen damit, dass der Aufbau ab sechs Uhr morgens beginnen kann. „Auch wenn viele Leute von unserem Organisations-Team vor Ort sind, können wir nicht alle aufbauenden Händler im Auge haben. Alle hatten einen Plan, auf dem ihr Stand eingezeichnet ist, aber leider halten sich nicht alle daran, sondern stellen sich einfach dahin, wo sie im Vorjahr bereits standen, oder wo ihr Stammplatz von der Halveraner Kirmes ist. Wenn wir dann dazukommen, können wir kaum noch etwas retten, sondern nur noch befrieden“, erläutert er.

Für größere Probleme sorgten nach Angaben Hamms Stände, die durch eine Erweiterung ihres Angebots plötzlich deutlich mehr Strom benötigten, als sie bei der Anmeldung angegeben hatten.

„Das führte dazu, dass wir in der Frankfurter Straße teilweise mit Stromausfall zu kämpfen hatten. Dadurch gab es Ausfälle im Kinderland und einige Händler mussten sogar ihre Ware entsorgen, weil sie sich nicht ordnungsgemäß kühlen konnten.“

Für den nächsten Halveraner Herbst will das Stadtmarketing daher eine schwarze Liste anfertigen. „Durch diesen Egoismus Einzelner leidet die ganze Veranstaltung. Menschen, denen ihr Profit wichtiger ist als das Fest, werden im nächsten Jahr von uns keinen Standplatz mehr bekommen. Wir haben so viele Anmeldungen, dass wir auf Händler, die sich nicht an Absprachen halten, gern verzichten können!“, versichert Hamm.

Bühne soll für weitere Aktionen genutzt werden

Viele Dinge konnten aber auch als gelungene Neuerungen betrachtet werden. So kam die Bühne am Tortenatelier sehr gut an. „Dieses Konstrukt an zentraler Stelle war perfekt für die Begrüßung zum Halveraner Herbst, für die Live-Musik und den ökumenischen Gottesdienst. Wir überlegen bereits, sie auch anderweitig zu nutzen. Ein Konzert ‚Rock am ZOB‘ wäre etwas, was wir uns für die Zukunft vorstellen könnten“, denkt Hamm voraus.

Viele weitere Neuerungen, Kritikpunkte und Anregungen zum Halveraner Herbst werden vom Organisationsteam noch besprochen. Dazu wurden auch alle Aussteller um Feedback gebeten. „Die Antworten kommen allmählich rein. Da gibt es von unserer Seite auch keine Verschonung vor Kritik. Wir wollen sehen, was wir im nächsten Jahr noch besser machen können“, verspricht Kristian Hamm.