Menschen, die ihre Zeit investieren, Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen, standen beim sechsten Herscheider Ehrenamtstag im Mittelpunkt. Im Bildungszentrum Rahlenberg würdigte die Gemeinde das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher – mit einem abwechslungsreichen Programm und der Verleihung des Heimatpreises 2026.
„Dieser Tag gehört Ihnen“, sagte Bürgermeister Uwe Schmalenbach zur Begrüßung. Ehrenamtliche würden organisieren, anpacken und mit ihren Ideen das gesellschaftliche Leben in Herscheid entscheidend mitgestalten.
Schmalenbach: Ehrenamt stärkt den Zusammenhalt
In seiner Rede verwies Schmalenbach auf Zahlen des EhrenamtAtlas' 2026. Demnach engagieren sich im Märkischen Kreis 61 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ehrenamtlich. Die Aktiven investieren im Durchschnitt 255 Stunden pro Jahr.
Der Wert dieses Engagements lasse sich jedoch nicht allein in Zahlen ausdrücken, betonte der Bürgermeister. Ehrenamt schaffe Begegnungen und Vertrauen, verbinde Generationen und stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade angesichts gesellschaftlicher Gegensätze und eines schwindenden Vertrauens sei die Übernahme von Verantwortung für andere auch ein Ausdruck gelebten Gemeinsinns und gelebter Demokratie.
Schmalenbach dankte besonders denjenigen, die sich über viele Jahre engagieren und Verantwortung übernehmen. Anerkennung gebühre ebenso den Familien und Partnern, die dieses Engagement mittragen.
Mentalmagie und Premiere des Ehrenamts-Songs
Durch den Abend führten Verena Venohr und Meryem Yilmaz von der Gemeinde Herscheid. Einen inhaltlichen Impuls zum Thema Ehrenamt gab Haverkamp vom Conversio Institut. Für Unterhaltung sorgte der Mentalist Florian Dolar mit Mentalmagie und Zauberei.
Eine Premiere gab es ebenfalls: Der Verwaltungs-Auszubildende Noah Reinsch hatte eigens für den Ehrenamtstag den ersten Herscheider Ehrenamts-Song erstellt. Nach Angaben der Gemeinde kam dabei auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Ein zweiter Song bildete später einen weiteren musikalischen Programmpunkt.
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Heimatpreis geht an die Notfallseelsorge
Im Rahmen des Ehrenamtstages wurde zudem der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Herscheider Heimatpreis 2026 verliehen. Den ersten Platz und 3.000 Euro erhielt die Notfallseelsorge Plettenberg/Herscheid. Der Kinderbasar „Herzenssache“ belegte Platz zwei und erhielt 2.000 Euro.
Lions-Hilfswerk unterstützt Ehrenamtstag
Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung vom Lions-Hilfswerk Plettenberg. Nach Angaben der Gemeinde ermöglichte die Spende, den Ehrenamtstag mit den verschiedenen Programmpunkten und Künstlern in dieser Form auszurichten. Für das Hilfswerk nahmen unter anderem Ralf Schawag und Angelo Castrignano sowie Dr. Markus Krummenerl, Schatzmeister des Lions Clubs und des Hilfswerks, teil.
Zum Abschluss fasste Schmalenbach die Botschaft des Abends an die Ehrenamtlichen zusammen: „Wir sehen, was Sie tun. Wir wissen, was wir an Ihnen haben. Und wir sind Ihnen dafür dankbar.“
Nach dem offiziellen Programm klang der sechste Herscheider Ehrenamtstag bei einem gemeinsamen Essen und Gesprächen aus.










