Der Märkische Kreis war im vergangenen Jahr trauriger Spitzenreiter bei den aufgrund einer Brustkrebserkrankung bedingten Sterbefällen pro 100.000 Einwohner in Nordrhein-Westfalen. Das teilt IT.-NRW in seiner jetzt veröffentlichten Statistik mit.

Überregionale Nachrichten

31 Patientinnen verstarben an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Die niedrigste Sterberate verzeichnete der Nachbarkreis Olpe. Im Schnitt erlagen im Land NRW 23 Personen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner aufgrund ihrer Brustkrebserkrankung. 

Daten der Gesundheitsämter

Die dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik für 2025 basieren laut Statistischem Landesamt auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Im Jahr 2024 wurden 27.898 Menschen aus NRW wegen einer Brustkrebserkrankung vollstationär im Krankenhaus behandelt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl dieser Behandlungen damit um 0,7 Prozent. Im Vergleich zu zehn Jahren zuvor hingegen waren es im Jahr 2024 rund 19 Prozent weniger Behandlungsfälle wegen Brustkrebs.

Balkendiagramm der im Jahr 2024 an Brustkrebs erkrankten, entlassenen oder verstorbenen Patienten in sieben Kreisen, mit dem Höchstwert im Ennepe-Ruhr-Kreis (214).
Die Grafik zeigt die im Jahr 2024 an Brustkrebs Erkrankten entlassenen oder verstorbenen Patienten im Vergleich zu den Nachbarkreisen.
Foto: Hendrik Klein / LokalDirekt

Nachweisbare Untergrenze

Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze, so das Landesamt für Statistik. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2025 wurde für 1,1 Prozent der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an IT.NRW übermittelt.

4143 Todesfälle in NRW insgesamt

Insgesamt starben in Nordrhein-Westfalen 4143 Menschen an Brustkrebs, 98,9 Prozent davon waren Frauen. 27.898 vollstationäre Krankenhausbehandlungen waren im Jahr 2024 aufgrund von Brustkrebs erforderlich. Das waren 19 Prozent weniger als etwa 20 Jahre zuvor. Brustkrebs war bei Frauen in NRW die zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge im Jahr 2025